Keine Abstimmung über den Landschaftsplan Lippe am 27.11.2017

Abstimmung über Landschaftsplan Lippe abgesetzt

foto gewsserbaustelle wupperhof

Der Kreis Recklinghausen hat die Abstimmung über den Landschaftsplan Lippe nun doch zurückgestellt und wird nicht wie vorgesehen am 27.11.2017 im Kreistag darüber befinden. Der Kanu-Verband NRW hat Herrn Landrat Süberkrüp dafür gedankt, dass auf diese Weise Zeit für neue Gespräche über eine angemessene naturverträgliche Kanu-Regelung auf der Lippe im Kreis Recklinghausen eingeräumt worden ist. Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen hat sich mit Frau Staatssekretärin Andrea Milz dankenswerterweise dafür eingesetzt, dass weitere Gespräche unter Moderation der Landesregierung (Staatskanzlei und Umweltministerium) stattfinden.

Der Kanu-Verband NRW ist der Meinung, dass das im Jahr 2001 gemeinsam vom Umweltministerium, dem damaligem „Sportministerium“, ehren- und hauptamtlichem Naturschutz sowie Vertretern der gewerblichen Kanuanbieter und dem Kanu-Verband NRW entwickelte Gesamtkonzept für Kanusport auf der Lippe bereits damals eine sehr differenzierte Befahrungsregelung im Kreis Recklinghausen zum Inhalt gehabt hat, die auch heute noch praktikabel ist. Dieses Konzept könnte der Ausgangspunkt für weitere Gespräche sein.

An anderen Stellen entlang der Lippe oder an anderen Flüssen in NRW ist es gelungen, in vergleichbar schützenswerten Gebieten Lösungen zu finden, die gleichermaßen der Entwicklung des Naturhaushaltes dienen und die Ausübung eines natur- und landschaftsverträglichen Kanusports ermöglichen. Eine solche Lösung kann aus unserer Sicht auch im Kreis Recklinghausen erreicht werden.

Die von den geplanten Regelungen betroffenen Kanu-Vereine im Kreis Recklinghausen sowie weitere Kanutinnen und Kanuten werden ihre für den 27.11.2017 um 08.00 Uhr in Recklinghausen geplante Demonstration stattfinden lassen, um ihrem Wunsch nach weiteren Gesprächen Nachdruck zu verleihen.