NRW-Wildwasserwoche in Lienz - Auf Isel und Gail unterwegs


Wildwasserwoche in Lienz bot viele herausragende Paddelerlebnisse

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Nun neigt sich der Sommer dem Ende zu und das Wanderfahrertreffen in Minden steht an diesem Wochenende an.
Zeit, um noch einmal einen kurzen Rückblick auf die Wildwasserwoche 2017 zu werfen, die in diesem Jahr in der Sonnenstadt Lienz stattfand. Insgesamt eine super gelungene Veranstaltung, auch wenn der Wettergott die Sonnenstrahlen an einigen Tagen durch Regentropen bzw. Hagelkörner ersetzt hat. Sehr kräftige Hagelschauer mit Sturmböen ließen in der Vorwoche das ein oder andere Zelt zu Bruch gehen. Gewitter und Starkregen machten es in der Hauptwoche dann leider an einem Tag unmöglich, die geplanten Führungsfahrten durchzuführen. Aber trotz dieser Extreme gab es viele Sonnenstunden und ganz viele Wild-Wasser-Touren bei herrlichstem Sonnenschein und guten Wasserständen. Und auch der Gewittertag wurde mit Kletterstunden in der an den Campingplatz angrenzenden Boulder-Halle bestens überbrückt.

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Auch unser neuer Platzorganisator hatte alles fest im Griff. Die besonderen Herausforderungen in diesem Jahr, keine direkte Anbindung an einen Campingplatz, sondern den Kontakt sowohl mit der Stadt als auch mit dem betreuenden Campingplatz Camping Falken zu halten, managte er zum Besten. Die Teilnehmer lobte die Organisation sehr. Frank Rucks und seiner Frau Anke sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt.

Wasser- und Paddeltechnisch gab es jede Menge Abwechslung auf der Wildwasserwoche und jeder fand sein besonderes Paddelerlebnis. Neben dem sehr wasserreichen Hausfluss, der Isel, auf der schon aufgrund der örtlichen Nähe viele Führungsfahrten stattfanden, war die Möll der meist gepaddelte Fluss.
Zum einen der technisch etwas anspruchsvollere Abschnitt von Putschall – bis Winklern, aber auch der leichte Abschnitt von Winklern bis Rakowitzen. Der obere Abschnitt war in diesem Jahr besonders beliebt, da er sich durch die guten Wasserstände sehr schön paddeln ließ, und aufgrund der drei Wasserfälle, die vom Rand des Tals herabstürzten, landschaftlich sehr schön ist. Aber auch der kraftwerksabhängige Abschnitt ab Flattach wurde von vielen Gruppen angesteuert. Diesen Abschnitt nutzen auch einige mit dem Wuchtwasser nicht so Vertraute als Eingewöhnung für die Isel.

Die guten Wasserstände ließen aber auch fast täglich Gruppen zur Gail ins Lesachtal fahren. Dieser traumschöne Bach bietet ein meist sehr einsames Tal und ist ein Genuss für jeden Wild-Wasser-Kanuten.
Wegen der hohen Wasserstände wurden die Lehr- und Trainingsfahrten, die sonst sehr viel auf der Drau bei Lienz stattfinden, (bei normalen Wasserständen ist die Lienzer Slalomstrecke das perfekte Trainingsrevier)  zumeist auf einen Abschnitt der Isel oberhalb des Iselkataraktes verlegt. Hier gibt es viele Übungskehrwässer, auch wenn einige Teilnehmer einen leichten Linksdrall bekamen, weil die Kehrwasserverteilung von 15 : 1 etwas für das linke Ufer hatte.

Für die, die es etwas anspruchsvoller wollten, bot die Lieser in diesem Jahr mit Wasserständen von über 230 cm alles was das Herz begehrt. Weiterhin waren der Defreggenbach und die oberste Isel von Hinterbichel bis Bobojach im Angebot.  An einem Tag konnte sogar die sonst trockene Malta gepaddelt werden.

Für einen Tag ohne Boot wurden täglich Klettersteigtouren auf den verschiedenen Klettersteigen der Galizenklamm angeboten. Für die Jüngeren und oder die, die es weniger extrem wollten der Familien-Klettersteig oder der Klettersteig Edorphin. Und für die Wagemutigeren die Klettersteige Dopamin oder gar Adrenalin.
Selbstverständlich hatten wir auch das Raft dabei, mit dem oft sogar 2 Touren am Tag auf der Isel gefahren wurden.

Danke an die vielen Fahrtenleiter, die solch eine Abwechslung in der Wildwasserwoche möglich machen.

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