Afrika aus Kanusicht

Ein Afrika-Trip voller Überraschungen

Diese Reise wird Manuel Matzka nicht so schnell vergessen. Im Dezember weilte der bisherige Rennsport-Stützpunktleiter Westfalen-Lippe und jetzige stellvertretende Rennsportwart für drei Wochen im Senegal. „Auch wenn es hauptsächlich eine Dienstreise war, so würde ich es persönlich doch eher als „Abenteuer-Trip“ bezeichnen“, fasste er seine Eindrücke zusammen.

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Zustande kam die Reise im Rahmen eines Kurzzeitprojektes des Deutschen-Olympischen Sportbundes in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kanu-Verband und dem Auswärtigen Amt. Manuel Matzka reiste als Kanu-Experte in die senegalesische Hauptstadt Dakar, um dort “Entwicklungshilfe“ in Sachen Kanu-Rennsport zu leisten. Das Abenteuer begann schon mit seiner Ankunft, er bezog Quartier in einem ärmlichen Stadtteil Dakars, in dem fließend Wasser und Elektrizität Fremdwörter sind. „Nachdem ich diesen kleinen Kulturschock erst einmal bewältigt hatte, habe ich sehr schnell festgestellt, dass die Senegalesen ein unfassbar freundliches und lebensfrohes Volk sind, auch wenn sie teilweise wirklich unter sehr ärmlichen Bedingungen leben“, sagt er über die ersten Tage seines Aufenthaltes. Umso mehr überstiegen vor diesem Hintergrund die Fähigkeiten der Sportler und das Wissen der Trainer seine Erwartungen. Überrascht zeigte sich Manuel Mazka vor allem von der Leistungsfähigkeit einiger Sportler, die den technisch komplexen Kanu-Rennsport unter den schlechtmöglichsten Bedingungen erlernt haben.

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„Das Bootshaus ist eher ein Zeltlager und mit dem vorhanden Bootsmaterial gehen bei uns nicht mal mehr die Anfänger aufs Wasser“, schildert er die Trainingsbedingungen und fügt im gleichen Atemzug hinzu: „Ich habe größten Respekt vor den Athleten und kann mir kaum vorstellen, dass deutsche Sportler unter diesen Bedingungen so gute Entwicklungen aufzeigen würden. Man sieht sicherlich das motorische Grundpotenzial, das in den Sportlern hier steckt. Im Gegensatz zu Deutschland verbringen die Kinder im Senegal ihre Zeit hauptsächlich spielend auf der Straße, was ihnen alle wichtigen motorischen Grundlagen an die Hand gibt, um unseren Sport auch unter schwierigsten Bedingungen zu erlernen.“ Zu seinen täglichen Aufgaben vor Ort gehörte neben dem täglichen Training mit der senegalesischen Nationalmannschaft vor allen Dingen die Schulung der Trainer in Bezug auf Technik, Trainingsmethodik und nachhaltigen Leistungsaufbau, um ihnen weitere Fachkenntnisse für die Zukunft an die Hand zu geben. Daneben standen auch Besuche in der Deutschen Botschaft auf dem Stundenplan.

Unglaubliche Gastfreundschaft erfahren
Nach etwa der Hälfte seines Aufenthaltes durfte Manuel Matzka dann noch die unglaubliche Gastfreundschaft der Senegalesen erfahren: „Ich habe einen Mitarbeiter des örtlichen Kanu-Verbandes zu einem Meeting begleitet und dabei einen seiner Arbeitskollegen kennengelernt. Nachdem ich etwa drei Sätze mit ihm gesprochen hatte, lud er mich ein, bei sich in seinem Haus in einem gehobenen Viertel in Dakar zu wohnen.“ Manuel Matzka zog also um - aus dem bei seiner Ankunft in Dakar bezogenen ärmlichen Ein-Zimmer-Apartment in eine kleine Villa mit fünf Schlafzimmern. Und als wäre das nicht schon genug, boten ihm die Gastgeber Unterkunft und Verpflegung zum absoluten Nulltarif an, mit der Versicherung, dass so etwas ganz normal sei in Dakar. Eine Anekdote, die ihn persönlich sehr beeindruckt hat und die zeigt, dass Afrika vom Standpunkt unserer Alltagserfahrungen aus betrachtet auch im Kanusport eine riesige Wundertüte ist.

Text: H.-P. Wagner nach Informationen von M. Matzka

Auszeichnung des Mülheimer Kanusportvereins

Scheckübergabe bei der Nikolausfeier im Mülheimer Kanusportverein

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(vl.)Die Scheckübergabe durch Thomas Reineck mit Frau Hildegard Höser (1. Vorsitzende) und Irene Pepinghege (Cheftrainerin)

Auch in der Sparte Kanu-Rennsport wurde in diesen Tagen ein NRW-Verein für sein erfolgreiche Nachwuchsarbeit geehrt. Der Präsident des Kanu-Verbandes NRW, Thomas Reineck, schaute bei der Nikolausfeier des Mülheimer KV´s vorbei und überreichte den symbolischen Scheck. Er betonte, wie wichtig internationale Erfolge sind und dass das Fundament dieser Erfolge in einer ausgezeichneten Jugendarbeit liegt. Mit dem Mülheimer KV hat man in diesem Jahr einen Verein für seine hervoragenden Nachwuchsarbeit geehrt, der auf Erfolge in 2016 von beinahe 50 Sportlern (Schüler B bis Junioren) zurückblicken darf. Der Präsident motivierte die anwesenden Jugendlichen, auch im Winter hart zu trainieren, denn bekanntlich werden "Sieger" im Winter gemacht. Das Geld wird der MKV für die Anschaffung eines Paddelergometers nutzen, da bei Hochwasser im Winter kein Wassertraining möglich ist.

Herr Reineck blieb bis zum Ende der Veranstaltung, bei der traditionell alle Rennsportler einzeln zum Nikolaus gerufen werden. Frau Pepinghege und ihr Mann Jupp hatten für jeden Sportler ein nicht immer ganz ernst gemeintes Geschenk gebastel oder gekauft, dazu in Reimform Hinweise auf gute oder weniger gute Verhaltensweisen in der abgelaufenen Saison. Jeder Sportler wurde mit großerm Applaus bedacht und so blickten am Ende alle auf eine nicht nur sehr gelungene Saison zurück.

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Max Rendschmidt wird Sportler des Jahres in NRW

Felix Award 2016
Max Rendschmidt setzt sich in der Zuschauergunst durch

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(c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann

Die Verleihung des Felix-Award stand gestern in Dortmund auf dem Programm, die beliebte Sportlerehrung fand in diesem Jahr bereits zum 10. Mal statt. Ausgezeichnet werden hier in verschiedenen Kategorien die erfolgreichen Sportler des Landes NRW.

Für viele NRW-Sportler war das Jahr 2016 ein außergewöhnliches. Das gilt sicher auch für unseren NRW-Kanuten Max Rendschmidt, der bei Olympia in Rio gleich zwei Goldmedaille einfuhr und in diesem Jahr in der Kategorie "Sportler des Jahres in NRW" nominiert war. Der symphatische Athlet hatte am Ende bei der Publikumswahl, die in diesem Jahr eine neue Rekordbeteiligung erlebte, die Nase vorn. Er gewann gegen den Sprinter Julian Reus sowie den Olympiadritten im Diskuswerfen, Daniel Jasinski und darf sich nun "Sportler des Jahres 2016" nennen. Den "Felix-Award" nahm er freudestrahlend in Empfang und schaut zurecht stolz auf ein überragendes Jahr 2016 zurück.

Herzlichen Glückwunsch Max Rendschmidt!

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(c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann

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(c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann

Die Landesregierung und der Landessportbund (LSB) NRW hatten gemeinsam geladen und bei der festlichen Gala in Dortmund holten sich die Gewinnerinnen und Gewinner dieses Jahr in sieben Kategorien ihre Awards ab.
Weitere Infos gibt es auch beim DKV.

"felix 2016" - Die Sportlerwahl in NRW mit zwei NRW-Kanuten

Max Rendschmidt und Max Hoff für den "felix 2016" nominiert

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Am Ende eines Jahres stehen unsere Sportler noch einmal im Mittelpunkt, dürfen sie doch durch die sportlichen Erfolge der Saison den ein oder anderen Preis entgegennehmen. Alljährlich ist für unsere NRW-Sportler auch die Wahl zum "Sportler des Jahres" in NRW ein Highlight, in diesem Jahr wird der begehrte "felix" am 09.12. in Dortmund verliehen. Die Nominierungen sind nun in diesen Tagen bekannt gegeben worden und gleich zwei "Maxe" aus NRW stehen auf der Liste. Sicher noch sehr in Erinnung sind Vielen die Rennen der Olympischen Spiele in Rio, Max Rendschmidt holte Gold im K2 und verdoppelte den Erfolg im K4 gemeinsam mit Max Hoff. Dafür stehen nun beide zur Wahl um den begehrten "felix 2016".

Direkt zur Wahl geht es über den nachfolgenden Link (Sportler des Jahres in NRW) - jede Stimme zählt, deshalb fleißig voten!

Kanu-Rennsportkarusell dreht sich in NRW

Führungswechsel im NRW-Rennsport
Rennsportwart Dr. Paul Sebastian Hager, Landestrainer Arndt Hanisch und Stützpunkttrainer Manuel Matzka beenden ihre Tätigkeit im Kanu-Verband NRW
Am Samstag, den 12. November wurden in Recklinghausen Kanu-Rennsportwart Dr. Paul Sebastian Hager, Landestrainer Arndt Hanisch und Stützpunkttrainer Manuel Matzka verabschiedet. Präsident Thomas Reineck und Vizepräsident Wolfgang Hanemann bedankten sich für die geleistete Arbeit im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens.

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vl. Thomas Reineck, Manuel Matzka, Arndt Hanisch, P.-S. Hager und Wilfried Geißler


Manuel Matzka hat sich nach drei Jahren erfolgreicher Trainerarbeit am Stützpunkt Westfalen in Hamm beruflich neu orientiert. Er hinterlässt einen bestens aufgestellten Standort. Der Kanu-Ring Hamm als Trägerverein des Stützpunktes zeichnete sich in diesem Jahr im Nachwuchsbereich als erfolgreichster Verein der NRW-Landesmeisterschaften aus.

Dr. Paul Sebastian Hager und Arndt Hanisch begannen ihre Tätigkeit für den Kanu-Verband NRW beide vor 15 Jahren. Paul Sebastian Hager übernahm damals im Jahr 2001 als junger Mann von gerade einmal 26 Jahren zunächst das Amt des stellvertretenden Rennsportwartes. Als Nachfolger von Hermann Linsen übernahm er dann 2003 als Rennsportwart die Verantwortung für die größte Leistungssportsparte im KV NRW. Während seiner langen Amtszeit hat er maßgeblich wichtige Entwicklungen im Landesverband und auch auf der DKV-Ebene mitgeprägt. Dabei hat er stets das Meinungsbild seiner Rennsportvereine vertreten und erfolgreich in die Entscheidungsprozesse eingebracht. Im KV NRW und weit darüber hinaus hat er sich mit seiner durch hohe Fachkompetenz geprägten Arbeit höchste Anerkennung erworben. Aus beruflichen und persönlichen Gründen ist er am 12. November vorzeitig aus seinem Amt ausgeschieden.
Das Amt des NRW-Rennsportwartes hat nun Wilfried Geißler übernommen, der bisherige Stellvertreter wurde am 23. November kommissarisch durch das NRW-Präsidium in das Amt berufen. Neuer stellvertretender Rennsportwart wird Manuel Matzka, der ebenfalls kommissarisch eingesetzt wurde. Beide begleiten alle guten Wünsche des Präsidiums und der NRW-Rennsportvereine.

Nach dem Start seiner beruflichen Laufbahn als Rennsporttrainer im Jahr 1998 am Landesleistungsstützpunkt in Emsdetten wechselte Arndt Hanisch drei Jahre später in das Amt des Landestrainers im Kanu-Verband NRW. Unter seiner Leitung entwickelten sich die Renngemeinschaften des KV NRW zum Erfolgsmodell. Das Verbundsystem Leistungssport mit der Eliteschule des Sports und dem Sportinternat in Essen wurde zum Garant für erfolgreiche Nachwuchssportler im Kanu-Rennsport. Als Kopf des Teams von elf Verbandstrainern kann er mit Stolz auf eine sehr erfolgreiche Zeit in NRW zurückblicken, was durch mehr als 150 internationale Medaillen im Kanu-Rennsport unterstrichen wird. Auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Trainerlaufbahn ist er für die Kajak Herren in der deutschen Olympiamannschaft 2016 verantwortlich gewesen, die mit zwei Gold- und einer Bronze-Medaille in Rio geglänzt hat.

Das NRW-Präsidium möchte in Zukunft die Verantwortung im Rennsport auf zwei Trainer verteilen. Für die Bundeskader wird als Bundesstützpunkttrainer Christoph Steinkamp verantwortlich sein. Die Landeskader und damit die Aufgaben des Landestrainers übernimmt Mirko Wojdowski.

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Winter-Wanderung
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Kurse der Kanuschule

Viele Kurse für das Jahr 2018 sind schon jetzt auf der Homepage der Kanuschule NRW zu finden und es werden laufend mehr, schaut doch schon einmal vorbei:

Kanu Einführungskurse 2018 -  hier geht es zu den Einführungskursen im nächsten Jahr, Schnuppertage auf der Lippe oder Einführungen in das Eskimotieren.

Kanu Aus- und Fortbildungen - hier wird jeder fündig, der sich effizient fortbilden möchte, für alle Paddler, Lehrer, Erlebnispädagogen ...

News "Junge Paddelpiraten - Abenteuer im Kanu"

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