Machbarkeitsstudie für Wildwasserkanal in NRW

NRW-Kanuten schlagen künstlichen Wildwasserkanal vor
Ersatz für Landesleistungsstützpunkt an der Erft in Neuss gesucht

foto wildwasserkanal dormagen

In die Fluten eines Wildwasserkanals können sich Kanusportler aus ganz NRW künftig möglicherweise am Straberg-Nievenheimer Badesee stürzen. Die Idee zu dieser künstlichen Trainings- und Wettkampfstrecke wird jetzt in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Initiator ist der WSC Bayer Dormagen, der das Projekt zusammen mit unserem Verband entwickelt hat. „Wir suchen mittelfristig Ersatz für unseren Landesleistungsstützpunkt an der Erft in Neuss“, sagt der WSC-Projektverantwortliche Jens Kollosche. Der vorhandene Standort ist spätestens ab 2030 gefährdet, weil dann kein Sümpfungswasser aus dem Braunkohletagebau mehr eingeleitet wird.

Gestern, am 11. Dezember wurde nun im Dormagener Rathaus der Startschuss für die Machbarkeitsstudie zum Projekt gegeben. Sie wird von der Unternehmensberatung fwi hamburg erstellt und soll den Standort sowohl unter ökologischen als auch ökonomischen Aspekten durchleuchten und eine erste Grobkonzeption für die Anlage erstellen. „Schon in dieser frühen Phase werden wir auch auf die Umweltschutzverbände und die Anwohner zugehen und sie aktiv in die Überlegungen einbeziehen“, sind sich alle Projektpartner einig. Wir als Landeskanuverband haben uns bereit erklärt, die Studie in Auftrag zu geben. An den Kosten von 17 100 Euro beteiligen sich Land, Stadt und Kreis zu jeweils einem Drittel.

Der Wildwasserkanal wäre es eine Chance für die vielen Kanuleistungssportler der Disziplinen Kanu-Slalom, Kanu-Wildwasserrennsport und Kanu-Freestyle, aber auch für zahlreiche Kanufreizeitpaddler.

Ein ausführlicher Bericht zum Thema ist bei der Stadt Dormagen zu finden: Kanuten schlagen künstlichen Wildwasserkanal vor.

Demo in Recklinghausen sehr gut besucht

Kanuten fordern Durchgängigkeit für Boote auf der Lippe

foto demo landschaftsplan lippe 3

Mehr als 100 Kanuten und Angler haben heute bei einer Kundgebung in Recklinghausen gegen geplante Verbote auf der Lippe demonstriert und einen Runden Tisch unter Moderation des Landes NRW gefordert. Bereits zuvor war durch zahlreiche schriftliche Eingaben erreicht worden, dass der Antrag auf Beschlussfassung zum Landschaftsplan Lippe von der Verwaltung zurückgezogen worden war.

Trotz der ungewöhnlichen Uhrzeit um 08:00 Uhr am Montagmorgen trafen sich Kanutinnen und Kanuten aus ganz NRW am 27.09.2017 vor dem Gebäude des Landkreises Recklinghausen, um gegen die geplanten Befahrungsverbote auf der Lippe im Kreis Recklinghausen zu demonstrieren. Unterstützt wurden sie von Mitgliedern der Angel- und Fischereivereine, die ebenfalls von Verboten betroffen sind. Da es unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung anfing zu regnen, lud Landrat Süberkrüp die Teilnehmer der Veranstaltung spontan dazu ein, ihre Kundgebung im Foyer des Kreishauses durchzuführen, was gerne aufgegriffen wurde.

In ihren Wortbeiträgen und Erläuterungen wiesen Vertreter des Kanu-Verbandes NRW und der ortsansässigen Kanu-Vereine auf die besondere Bedeutung der Lippe für den Kanusport hin. Trotz eines bereits im Jahr 2001 einvernehmlich erarbeiteten Konzeptes zum Kanusport auf der Lippe waren die vom Umweltministerium NRW empfohlenen differenzierten Regelungen von der Verwaltung im Kreis Recklinghausen nicht aufgegriffen worden. Auf die konstruktiven Gespräche mit mehreren im Kreistag vertretenen Fraktionen im Herbst 2016 folgten bedauerlicherweise keine zielführenden Gespräche mit der Verwaltung.
Die Kanuten sehen ihre moderaten und sehr begrenzten Aktivitäten auf der Lippe nicht als Beeinträchtigung für Tiere und Pflanzen im Naturschutzgebiet. Sie wollen nicht als Sündenbock für andere herhalten, die der Natur in der Vergangenheit erheblichen Schaden zugefügt haben. Denn es gibt keine objektiven Erkenntnisse, wonach die bisherigen Kanufahrten auf der Lippe zu einem Rückgang von Tier- oder Pflanzenpopulationen geführt hätten.
Die zuletzt vorgesehene Sperrung über acht Monate mit einer nicht realisierbaren Umfahrung des Naturschutzgebietes auf dem Kanal würde die Anliegervereine in ihrer Existenz bedrohen. Nur vier Monate vor der eigenen Haustür auf der Lippe paddeln zu dürfen, reicht nicht als Grundlage für einen Kanusportverein. Die Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit seines Vereins Freie Kanufahrer Marl schilderte daher auch sehr eindringlich der Vereinsvorsitzende Frank Zapka. „Würden diese Pläne realisiert, ist es den jungen Kanuten nicht mehr möglich, ohne PKW-Einsatz Übungsfahrten auf der Lippe durchzuführen.“

foto demo landschaftsplan lippe 6

In seinem Beitrag sicherte Klaus Schild als Vorsitzender des Kreissportbundes Recklinghausen und der SPD-Kreistagsfraktion seine Unterstützung zu, gemeinsam getragene Lösungen für die Lippe zu finden. Dabei waren sich alle Redner einig, dass die Lippe ein schützenswertes Gewässer ist. Da aber auch auf anderen vergleichbaren Gewässern Kanusport und Naturschutz nebeneinander möglich sind, war es einhellige Meinung der Redner, dass weitere Gespräche erforderlich sind.
„Mit unserer Protestveranstaltung haben wir gezeigt, wie wichtig die Lippe für die erholungssuchende Bevölkerung im Kreis Recklinghausen ist und dass es noch dringenden Gesprächsbedarf gibt.“ erklärte Ulrich Clausing für den Kanu-Verband NRW. „Die bereits 2001 erarbeiteten Regelungen bieten aus unserer Sicht eine optimale Möglichkeit, Natursport und Naturschutz erfolgreich miteinander zu verzahnen!“

foto demo landschaftsplan lippe 4

 

Keine Abstimmung über den Landschaftsplan Lippe am 27.11.2017

Abstimmung über Landschaftsplan Lippe abgesetzt

foto gewsserbaustelle wupperhof

Der Kreis Recklinghausen hat die Abstimmung über den Landschaftsplan Lippe nun doch zurückgestellt und wird nicht wie vorgesehen am 27.11.2017 im Kreistag darüber befinden. Der Kanu-Verband NRW hat Herrn Landrat Süberkrüp dafür gedankt, dass auf diese Weise Zeit für neue Gespräche über eine angemessene naturverträgliche Kanu-Regelung auf der Lippe im Kreis Recklinghausen eingeräumt worden ist. Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen hat sich mit Frau Staatssekretärin Andrea Milz dankenswerterweise dafür eingesetzt, dass weitere Gespräche unter Moderation der Landesregierung (Staatskanzlei und Umweltministerium) stattfinden.

Der Kanu-Verband NRW ist der Meinung, dass das im Jahr 2001 gemeinsam vom Umweltministerium, dem damaligem „Sportministerium“, ehren- und hauptamtlichem Naturschutz sowie Vertretern der gewerblichen Kanuanbieter und dem Kanu-Verband NRW entwickelte Gesamtkonzept für Kanusport auf der Lippe bereits damals eine sehr differenzierte Befahrungsregelung im Kreis Recklinghausen zum Inhalt gehabt hat, die auch heute noch praktikabel ist. Dieses Konzept könnte der Ausgangspunkt für weitere Gespräche sein.

An anderen Stellen entlang der Lippe oder an anderen Flüssen in NRW ist es gelungen, in vergleichbar schützenswerten Gebieten Lösungen zu finden, die gleichermaßen der Entwicklung des Naturhaushaltes dienen und die Ausübung eines natur- und landschaftsverträglichen Kanusports ermöglichen. Eine solche Lösung kann aus unserer Sicht auch im Kreis Recklinghausen erreicht werden.

Die von den geplanten Regelungen betroffenen Kanu-Vereine im Kreis Recklinghausen sowie weitere Kanutinnen und Kanuten werden ihre für den 27.11.2017 um 08.00 Uhr in Recklinghausen geplante Demonstration stattfinden lassen, um ihrem Wunsch nach weiteren Gesprächen Nachdruck zu verleihen.

Aufruf zur Demo für die Lippe in Recklinghausen

NEIN zur Sperrung der Lippe!
Aufruf zur Demonstration am 27.11.2017 um 08:00 Uhr in Recklinghausen

lippe recklinghausen paddelverbot
Foto: Gelsenkirchener KC

Am 27.11.2017 befasst sich der Kreistag Recklinghausen mit dem Landschaftsplan Lippe. Dieser sieht in zwei Teilbereichen ein achtmonatiges Befahrungsverbot vor. Damit sind die Aktivitäten der Kanusport-Vereine im Kreis Recklinghausen, aber auch der übrigen erholungsuchenden Bevölkerung des Kreises und Nordrhein-Westfalens erheblich beeinträchtigt.

Leider hat sich im Kreistag bisher keine Mehrheit gefunden, die den Antrag der SPD-Fraktion auf Vertagung der Beschlussfassung und Suche einer Kompromisslösung unter Moderation des Landes NRW unterstützt.

Um die Mitglieder des Kreistages Recklinghausen auf unsere Interessen aufmerksam zu machen, ruft der Kanu-Verband Nordrhein-Westfalen alle Kanusportlerinnen und Kanusportler, aber auch die übrige erholungssuchende Bevölkerung zu einer Demonstration

am Montag, 27.11.2017 um 08:00 Uhr in Recklinghausen auf.
Treffpunkt ist das Kreishaus, Kurt-Schumacher-Allee 1.

Bitte beteiligt euch trotz der ungewöhnlichen Uhrzeit zahlreich. Macht mit eurer Vereinskleidung oder mit euren Paddeln kenntlich, dass ihr Kanuten seid und so die Forderung nach einer einvernehmlichen Lösung für den Kanusport auf der Lippe unterstützt!

Neueste Entwicklungen an der Lippe - Musteranschreiben im Download

Neueste Entwicklungen zur geplanten Lippesperrung im Kreis Recklinghausen
Kanu-Verband NRW stellt Musteranschreiben an Kreistagsabgeordnete zur Verfügung

Der Antrag der SPD Kreistagsfraktion auf Verschiebung der Abstimmung zum Landschaftsplan der Lippe im Kreisausschuss des Kreises Recklinghausen hat leider keine Mehrheit bekommen, so dass weiterhin die Beschlussfassung für den Landschaftsplan auf den 27.11.2017 terminiert ist.

Deshalb stellen wir aus aktuellem Anlass ein Musteranschreiben zur Verfügung, bitte verteilt es an alle Kanuten und Vereine des Kreises Recklinghausen. Das Schreiben soll die jeweils zuständigen Kreistagsabgeordneten erreichen. Link zu den Adressen siehe unten.

Gleichzeitig bitten wir darum, sich den Termin 27.11.2017 um 08:00 Uhr vorzumerken. Mit einer Kundgebung vor dem Kreistag soll auf die Forderungen der Kanuten aufmerksam gemacht werden. Einzelheiten hierzu werden gesondert veröffentlich!

Musterschreiben an Kreistagsabgeordnete:
Anrede,

am 27.11. beschäftigt sich der Kreistag Recklinghausen mit der Beschlussfassung zum Landschaftsplan Lippe.

Mit dem vorgelegten Landschaftsplan wird die Befahrung der Lippe auf zwei Abschnitten für einen Zeitraum von 8 Monaten vollständig untersagt und damit Kanusport im Kreis Recklinghausen erschwert bzw. unmöglich gemacht. Als Kanufahrer / als Bewohner im Kreis Recklinghausen möchte ich Sie auf folgendes hinweisen:

Zwischen Flusskilometer 77,4 und 70,0 soll zukünftig eine Befahrung nur zwischen dem 15.07. und 15.11. eines Jahres erlaubt sein. Diese Regelung ist naturschutzfachlich unsinnig, da die Grenze zum Kreis Coesfeld in der Flussmitte verläuft und dort eine Befahrung ganzjährig zulässig ist. Es muss daher generell in Frage gestellt werden, ob die angestrebten Ziele des Befahrungsverbotes so überhaupt erreicht werden können. Aus diesem Grunde ist diese Regelung rechtlich fehlerhaft.

Zwischen Flusskilometer 50,0 und 46,5 soll eine Befahrung über 4 Monate ebenfalls nur zwischen dem 15.07. und 15.11. eines Jahre zulässig sein. Aus Sicht des Kreises Recklinghausen soll eine Lösung darin liegen, dass Kanuten hier während der 8monatigen Sperrfrist zum benachbarten Kanal umtragen und dort das Schutzgebiet umfahren, bis sie wieder auf der Lippe paddeln dürfen. Unberücksichtigt bleibt, dass derzeit keine Einrichtungen vorhanden sind, Boote in den Kanal einzusetzen bzw. wieder auszusetzen. Zudem besteht durch die Umbauarbeiten an der Lippe für die nächsten 5 bis 7 Jahre keine Möglichkeit, im Bereich von Flusskilometer 46,5 wieder in die Lippe einsetzen zu können. Auch gibt es keinen Fußweg zwischen der Lippe und dem Kanal. Damit besteht ein faktisch ganzjähriges Befahrungsverbot, das in erster Linie die im Kreis Recklinghausen anliegenden Vereine betrifft und die Existenz einzelner Vereine in Frage stellt.

Nur gemeinsame Gespräche unter Moderation der Staatskanzlei und des Umweltministeriums sind geeignet, wie in anderen Kreisen in NRW wie z.B. im Kreis Unna, eine Lösung zu finden, die auch den Interessen der erholungsuchenden Bevölkerung im Kreis Recklinghausen entspricht. Deshalb bitte ich Sie, sich dafür einzusetzen, dass die Beschlussfassung zum LP Lippe am 27.11.2017 ausgesetzt wird und moderierte Gespräche initiiert werden.

Das Schreiben steht hier zum Download bereit:


Hier der Link zu den Fraktionen im Kreis Recklinghausen: Bürgerinfosystem Recklinghausen

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