Freestyle EM 2014


ECA Kanu Freestyle Europameisterschaft

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Robert Büchmann vom WSC Dormagen als bester deutscher Freestyler

Die neuen Europameister des Kanu Freestyle Sports sind gekürt. In der letzten August Woche wurden diese bei spannenden Wettkämpfen auf dem Wildwasserkanal zu Cunovo bei Bratislava, in der Slowakei ermittelt. Das Deutsche Team schlägt sich achtbar und holt einmal Bronze.

Die Wettkampfwalze auf der Donau ist eher unscheinbar eingebettet in einem sportlich hervorragendem Wildwasserkanal, der vor allem Slalomfahrern bekannt sein dürfte. Der EM-Wettkampfspot ist perfekt fürTrickkombinationen, bei den der Paddler mehrere Figuren flüssig aneinanderreiht. Das sorgt für ordentlich Extrapunkte bei der Bewertung.

Als bester Deutscher verpasste Robert Büchmann (WSC Dormagen) als 11. denkbar knapp den Sprung ins Halbfinale der Top 10. Es folgen Christoph Kleemann (NG Neckerau) Platz 17., Yannick Münchow (WSC Dormagen) Platz 18., Thomas Hinkel (TV Passau) Platz 20 und Paul Meylahn (SpVg Boich/Thum) auf Platz 34.
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Yannick Münchow


Erfolgreichste deutsche Fahrerin war Andrea Kaspers auf Platz 9 von der SPVG Boich/Thum. Es folgen Anne Hübner (16. / KC Bietigheim) und auf dem 21. Platz Sandra Sebelin (TV Passau).

In der kniend und mit einem Stechpaddel bewaffneten C1 Klasse verpasste der amtierende Deutsche Meister Sören Kohnert (KC Wiedenbrück) um nur 8 Punkte die Sensation einer Medaille. Er erreichte einen guten 4. Platz hinter Lukas Cervinka (CZE), Sebastien Devred (FRA) und Adriá Bosch Roca (ESP). Thomas Hinkel (TV Passau) landete auf dem 11. Platz.

Die Kajakklasse der männlichen Junioren dominierte der amtierende Weltmeister Max Karlsson aus Schweden. Mit unglaublich hohen Moves ließ er der Konkurrenz keine Chance. Auf Platz zwei fuhr sich Lane De Meulenaere (BEL), noch vor Jan Havelka (CZE). Die deutschen Nachwuchspaddler schafften es nicht konstant Ihr Können in der schwer beherrschbaren Wasserwalze zu zeigen. Sie landeten im Mittelfeld, machen aber Hoffnung für die nächsten Jahre. Fabian Lenz (18. / KC Limburg), Max Kolbinger (19. / KSC Villingen) und Torben Hasselwander (20. / WSC Dormagen).

Bei den Nachwuchsdamen errang die erst 15-Jährige Emma Schuck (SKC Saarbrücken) einen grandiosen dritten Platz und holte damit die einzige Medaille für das Deutsche Team. Sie musst sich nur Nuria Fontane (ESP) und Kimberlee Aldred (GBR) geschlagen geben. Vera Niess vom RSV Braunschweig belegt den 8. Platz.

Erstmals bei einer Europameisterschaften gab es eine Mindestlänge in den Squirtkategorien. Squirten ist die Urform des Freestyle Sports, bei der es um Flachwassertricks und ein möglichst langes abtauchen in der Kehrwasserlinie geht. Dank der neuen Mindestlänge von 230 cm wurden die Wettkämpfe deutlich ansehnlicher und für Außenstehende leichter zu verstehen. Bei den Herren setzte sich der Brite Alex Edwards durch. Dahinter folgen Max Karlsson (SWE) und Benjamin Aldred (GBR). Bester Deutscher Squirte ist Jörn Hüsch (KWC Gretrath) auf Platz 7, vor Helmut Wolf (KSC Villingen) auf Platz 8 und Jakob Meylahn (SPVG Boich/Thum) auf Platz 9.

Bei den Squirt Ladies ging Sandra Sebelin (TV Passau) als einzige deutsche Teilnehmerin ins Rennen und sicherte sich im Finale den 5. Platz. Siegerin wurde die Russin Anna Orlova, vor Jennifer McGaley (GBR) und Zofia Tula (POL).

Alles in Allem hat sich die Deutsche Freestyle Nationalmannschaft gut präsentiert und leider die ein oder andere Medaille verpasst. Dennoch können wir mit Vorfreude auf die nächsten Wettkämpfe schauen. Für die meisten geht es bereits am nächsten Wochenende zum zweiten Lauf der Deutschen Meisterschaft an die Oker, bevor in zwei Wochen der finale Wettkampf in München statt findet. 2015 findet die Weltmeisterschaft am Ottawa River in Kanada statt. Der Austragungsort der EM 2016 steht noch nicht fest.

Text: Thomas Hinkel
Fotos: Jakob Meylahn

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