Schulbezirksmeisterschaft Minden 2014

Kanu-Bezirksmeisterschaft der Schulen im Regierungsbezirk Detmold
Ein Seriensieger, aber viele Gewinner

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Vereinte „Action" der Mädchen vom                      Start für die Jüngsten im Kajak
Weser-Gymnasium Vlotho an einer Boje

„Weiter, weiter, du schaffst das, du hast noch Power!" – so und ähnlich schallte es bei den Bezirksmeisterschaften der Schulen des Regierungsbezirkes Detmold am Donnerstag in Minden immer wieder über die Weser. Wer von den 10- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern nicht gerade selbst auf dem Wasser war, feuerte seine Mannschaftskameraden an, so schien es. Und mancher der rund 140 Wettkämpfer aus den sechs teilnehmenden Schulen dürfte solcher Zuspruch geholfen haben, den anspruchsvollen Parcours in den Weserbuchten samt Querung des Flusses zu bewältigen. Gerade in den kurzen Spielbooten erwies es sich als gar nicht so einfach, in der Strömung Kurs zu halten, einige drehten da doch mehr Pirouetten als ihnen lieb war.

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Ausgeklügelte „3er-Taktik" beim Umfahren einer Boje

Der Begeisterung und dem Einsatz der einzelnen Schulmannschaften aber tat dies keinen Abbruch – und erst recht nicht dem Teamgeist. Der stimmte bei allen 58 Teams, die in Minden an den Start gingen, ganz gleich, welches Ergebnis am Ende zu Buche stand. Die Siege schien allerdings eine Schule für sich gepachtet zu haben. In 15 von 16 Entscheidungen ging Platz eins an das Ratsgymnasium Rheda-Wiedenbrück und selbst wenn man die drei ersten Plätze abzieht, bei denen die Schüler des Ratsgymnasiums mangels Konkurrenz als einzige starteten, so zeigt sich dennoch eine klare Überlegenheit der Schulsportler aus Rheda-Wiedenbrück. Lediglich im Kajak der WK I Mädchen/Jungen musste das Ratsgymnasium der Mannschaft des Weser-Gymnasiums Vlotho den Sieg überlassen. Der Erfolg der Schüler vom Ratsgymnasium kommt nicht von ungefähr: Ganze 19 Mal hatten sie und ihr „Kanu-verrückter" Sportlehrer Gerhard Rohde sich mit außerunterrichtlichen Trainingsstunden auf den Wettkampf vorbereitet und an Wochenenden sowie Feiertagen viele Stunden ihrer Freizeit dafür investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit acht Mannschaften ist das Ratsgymnasium in knapp drei Wochen beim Landesfinale an gleicher Stätte dabei. Dann hofft Gerhard Rohde mit seinen Schülern – allesamt Freizeitsportler – auch den starken Leistungssportlern insbesondere aus dem Ruhrgebiet Paroli bieten zu können. In einem Punkt zeigte er sich schon diesmal sehr zufrieden: „Wir sind froh, die Meisterschaften hier zu haben, hier stimmen die Rahmenbedingungen und es ist ein fairer Wettkampf gewährleistet. Das Organisationsteam leistet eine super Arbeit."

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Dauergäste bei der Siegerehrung: Die Mädchen und Jungen des Ratsgymnasiums Rheda-Wiedenbrück

Wettkampfleiter Achim Riemekasten, zugleich Koordinator für den Kanuschulsport im Regierungsbezirk Detmold, hatte mit seinem Team keine Mühen gescheut, die Bezirksmeisterschaften einmal mehr zu einem echten Wettkampferlebnis für alle Teilnehmer werden zu lassen. So gab es nicht nur Urkunden für alle Teilnehmer, sondern die drei Erstplatzierten durften dank Sponsoren wie insbesondere der Sparkasse Minden-Lübbecke auch Pokale und Medaillen mit nach Hause nehmen. Zudem sorgte das E-Center Minden wieder für Leib und Wohl, und mit Unterstützung des Weser-Gymnasiums und der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Minden standen in Person von Eckhard Eich und Lothar Wegener wieder bewährte Fachleute für das reibungslose Wettkampfprogramm samt Ergebnisdienst zur Verfügung. Angefangen vom 1. stellvertretenden Mindener Bürgermeister Harald Steinmetz über den Kreissportbeauftragten und Geschäftsführer im Ausschuss für Schulsport Fido Gast bis zum langjährigen Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Kanubezirkes 10 Wilhelm Schnitker sowie des derzeitigen Vorsitzenden Dieter Gläsker wohnte eine Reihe von Ehrengästen dem Wettkampf bei und ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Vertretern der Sparkasse Minden-Lübbecke die abschließenden Siegerehrungen durchzuführen. An die sportlich aktiven Schüler gerichtet unterstrich Bürgermeister Steinmetz seine Freude über die gezeigten Leistungen und gab den Schülern mit auf den Weg, dass im Sport zwar nicht jeder siegen könne, aber alle gewinnen könnten. Allein wer an den Meisterschaften teilnehme und sich bewege, sei ein Gewinner.

H.-P. Wagner