Interview zum Paddelschlag Podcast im Newsletter des KC Hagen

Das Interview wurde am 9. April 2026 im Newsletter des KC Hagen veröffentlicht:

Podcast nur für Paddler

Mit Podcasts ist das so eine Sache: Es gibt Leute, die können fast gar nicht mehr ohne. Und es gibt Leute, die wissen gerade mal, dass es so etwas gibt, haben aber noch nie einen verfolgt. Wenn sie dann zum ersten mal reinhören, gehören sie bald zu denen, die fast gar nicht mehr ohne

Ein Podcast verfolgt konzentriert und so lange, wie es nötig ist, ein Thema. Und mit dem „Paddelschlag“ gibt es einen Podcast vom Kanuverband NRW nur für Paddler. Zeit für ein Interview mit Jens Lüthge, er ist einer der Macher des „Paddelschlag“.

KCH: Jens, wie seid Ihr auf die Idee gekommen, den Podcast „Paddelschlag“ zu machen?

JL: Es gab schon länger Überlegungen den Kanusport auf digitalen Wegen mehr Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Beim Blick in die Podcast-Landschaft war dann schnell klar: Einen umfassenden, regelmäßigen Podcast für Kanusport gab es in dieser Form noch nicht. Gleichzeitig gibt es sehr viel über den „schönsten Sport der Welt“ zu erzählen. Ausschlaggebend war dann ein Gespräch mit unserem Wandersport Fachwart Marc Huse und dem Moderator der „World of Paddling“ Axel Tillmanns auf der BOOT 2024. Das war der Impuls, den es benötigte, um das Projekt zu starten.

KCH: Wie haben sich die Klickzahlen seit der ersten Episode entwickelt?

JL: Wir bemerken, dass es eine gewisse Masse an Stammhörern gibt. Es gibt aber dennoch starke Schwankungen bei den verschiedenen Folgen, die sicherlich größtenteils an der Themenauswahl liegen. Es gibt daher Folgen mit nur 300 Abrufen, aber auch Themen Folgen mit knapp 1.000 Abrufen.

KCH: Wie findet Ihr Eure Themen?

JL: Grundsätzlich möchten wir die Vielfalt des Kanusports – speziell in NRW – darstellen. Dabei haben wir uns zunächst an den Fachsparten und verschiedenen Disziplinen orientiert. In den ersten Folgen haben wir also unsere Expert*innen des Verbandes zu Wort kommen lassen. Es gibt kaum bessere Interview-Partner als unsere ehrenamtlich engagierten Personen, die sich für ihre Disziplin tagtäglich einsetzen und darin eine absolute Expertise aufweisen. Nach der Vorstellung des Sports und dessen Ausprägungen sind wird dann relativ schnell zu wichtigen Zukunftsthemen für unseren Sport übergegangen. Das Format wollten wir unbedingt auch nutzen, um vereinsrelevante Themen wie Digitalisierung und Kommunikation im Verein unterzubringen.

KCH: Wie aufwendig ist es, so einen Podcast zu machen?

JL: Da kommt einiges zusammen. Allerdings gehen die einzelnen Arbeitsschritte mittlerweile doch recht fix. Nach der Themen- und Gesprächspartnerauswahl kommt es zur inhaltlichen Vorbereitung der Folge. Hier werden Fragen zusammengestellt, die das Thema vielseitig beleuchten. Dann wird mit Moderator und Gesprächsgast ein Termin koordiniert. Die Aufnahme selber dauert dann inkl. Vorbesprechung etwa 1,5 Stunden. Der größte Aufwand ist die Postproduktion, das übernimmt dankenswerterweise unser Moderator Axel Tillmanns ehrenamtlich. An dieser Stelle dafür nochmals ein herzliches DANKESCHÖN! Zuletzt erfolgt die Distribution – also die Veröffentlichung und Bewerbung der Folge auf unseren Kommunikationskanälen Homepage / App, Instagram und Facebook.

KCH: In welchen Abständen erscheint der Paddelschlag?

JL: Die Podcast Folgen sollen im Abstand von 4 Wochen erscheinen. Dies ist manchmal durchaus ein sportliches Timing, da sowohl der Moderator, als auch die Gesprächsteilnehmer in der Regel ehrenamtlich agieren.

KCH: Kann ich den Paddelschlag abonnieren, und wenn ja: Wie?

JL: Ja, das ist natürlich möglich. Auf den Plattformen auf denen der Podcast erscheint gibt es meist ein kleines Symbol mit einer „Glocke“. Wenn man dort darauf klickt, verpasst man keine Folge mehr. Vielleicht noch ganz interessant: Der Podcast kann auch ganz normal über einen Internet-Browser abgespielt werden. Man braucht also kein Abo oder ähnliches. www.paddelschlag-podcast.podigee.io

KCH: Die Fotos zeigen Euch in einem professionellen Aufnahmestudio. Wie seid Ihr daran gekommen?

JL: Wir hatten das Glück, dass wir im Abendbereich ein Radiostudio nutzen konnten. Das ist seit Anfang des Jahres leider nicht mehr nutzbar. Wir haben allerdings eine sehr gute Alternative gefunden.

KCH: Für Podcaster oder solche, die es werden wollen: Welches Equipment empfehlt Ihr Leuten, die mit einem Podcast starten wollen?

JL: Das bin ich leider etwas überfragt, da die technische Seite unser Moderator Axel betreut. Als Podcastplattform ist podigee allerdings durchaus empfehlenswert. Darüber kann der Podcast sehr einfach eingespielt werden. Zudem können die Folgen darin analysiert werden und auch Statistiken abgerufen werden.

KCH: Ihr seit jetzt seit gut 1  3/4 Jahren on air. Welche Reaktionen habt Ihr von den Paddlern bekommen?  

JL: Bislang eigentlich nur positives Feedback und ein paar Anregungen, die wir versuchen einfließen zu lassen. Meist kommt das Feedback dann auch direkt bei den Gesprächspartnern an. Kürzlich hatten wir die Anregung mehr weibliche Gesprächspartner*innen in den Podcast aufzunehmen. In der Tat sind Frauen noch etwas unterrepräsentiert – genau wie übrigens in den meist ehrenamtlichen Ämter in den Vereinen. Aber wir nehmen diese Wünsche auf und versuchen sie umzusetzen. Dadurch können wir auch ein Zeichen setzen.

KCH: Welchen Vorteil bietet euch ein solches Format?

JL: Aus meiner Sicht haben wir ein neues, zeitgemäßes Format, um den Kanusport darzustellen und die Lücke im Bereich der Podcasts zu schließen. Andererseits können wir Kanut*innen und Vereine auf diesem Weg mit Informationen versorgen und auch gelegentlich einige Ideen, Impulse und Denkanstöße zu geben, die sie für die eigene Sportausübung oder Vereinsarbeit einsetzen können. Beispielsweise haben wir anfänglich auch stark das Thema „Sicherheit“ inhaltlich betont. Als Verband können wir somit außerdem auch unsere Leistungen und Services nochmals gut platzieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass unsere Folgen möglichst zeitlos sind und auch später noch gut hörbar sind. Vielleicht haben einige Kanut*innen ja das Format Podcast noch gar nicht für sich entdeckt. Aber das kann ja noch kommen.

KCH: Plant Ihr auch, Touren für Wanderfahrer zu besprechen oder zu empfehlen?

JL: Die zukünftigen Themen sind noch recht offen. Grundsätzlich wollen wir uns nicht zu sehr einem bestimmten Thema im Kanusport widmen, ab der das Thema Fahrtenplanung ist sicherlich eine großes und relevantes Thema, das eine ganz Folge wert ist. 

(Ralf Schaepe, KC Hagen)