Pink Day NRW in Datteln – gemeinsam stark!
- 28.10.2026
Am 24. Oktober 2026 trafen sich Vertreter*innen aus insgesamt 15 Pink-Paddler-Drachenbootteams aus unterschiedlichen Bundesländern in Datteln. Die große Mehrheit der anwesenden Teams – rund 90 Prozent – stammte aus Nordrhein-Westfalen, doch auch aus Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz waren Pink-Paddler-Teams vertreten, die den Weg nach Datteln gefunden hatten.
Ein Thema war die zurückliegende Saison: Welche Pink-Regatten haben die einzelnen Teams in diesem Jahr besucht und bestritten? Dabei wurden die verschiedenen Veranstaltungen Revue passiert, Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam auf die Höhepunkte und besonderen Momente des Regattajahres 2026 zurückgeblickt.
Darüber hinaus wagten die Anwesenden bereits den Blick nach vorn: Es wurde ein Ausblick auf die kommende Saison gegeben, soweit die Regattatermine und -orte bereits feststehen. Ein weiterer wesentlicher Punkt des Treffens waren erste Informationen und Absprachen für neue Renngemeinschaften in der kommenden Saison. Verschiedene Teams nutzten die Gelegenheit, mögliche Kooperationen anzubahnen und gemeinsame Startprojekte für das nächste Jahr zu besprechen.
Josina Anraad stellte den BRSNW (Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Nordrhein-Westfalen) vor und erläuterte mögliche Kooperationen mit dem gesamten Pink-Paddler-Bereich oder einzelnen Teams. Der Verband bietet vielfältige Beratungs- und Unterstützungsleistungen an und verfügt über ein großes Netzwerk, über das sich Informationen verbreiten lassen – so können betroffene Frauen und Männer den Weg zu den Pink-Paddler-Teams finden.
Regelmäßig wird bei Regatten und ihren Ausschreibungen diskutiert, wie Chancengleichheit in der jungen Pink-Szene gelingen kann. Viele Pinke Teams wollen im 5- oder 10-Bank-Team starten, finden aber zum Termin nicht genug betroffene Frauen. Bisher gab es zwei Lösungen: Renngemeinschaften verschiedener Teams oder – je nach Ausschreibung – Unterstützung durch weibliche Supporter ohne Brustkrebserkrankung. Henriette Ehling zeigte am Beispiel des Rollstuhlbasketballs, wie eine Klassifikation dort aussieht. Fazit: Für die Teams im Fun-Bereich ist eine Klassifikation kaum umzusetzen – und derzeit auch nicht geplant.
Zum Abschluss der Veranstaltung war sich die Runde mehrheitlich einig: Zum Saisonende soll es ein weiteres Austausch- und Netzwerktreffen geben. Und damit niemand immer die lange Anreise in Kauf nehmen muss, vielleicht bei einem eintägigen Trainingslager sogar mit rotierendem Austragungsort im Frühjahr. So steht die Netzwerkarbeit künftig auf breiten (und kräftig trainierten) Füßen.
Ohne das Typische wäre keine Pinke Veranstaltung vollständig: Es wurde viel gelacht, noch mehr genetzwerkt und obendrein lecker gegessen. Kurzum – ein schönes Treffen mit vielen netten Menschen.
Bernd Bolder (Ausbildung Drachenboot) und Anke Appelbaum (Pink Paddler & Inklusion Drachenboot Kanu-NRW)












