Qualifikation im Wildwasserrennsport
NRW Athlet*innen durften jubeln
- 08.05.2026
Am letzten Aprilwochenende wurde das beschauliche Unken in Österreich plötzlich zum Mekka des Wildwasserrennsports. Bei Kaiserwetter traf sich auf der Saalach alles, was im deutschen Wildwasser Rang und Namen hat – von Nationalmannschaft bis Nachwuchshoffnung. Der Wildbach der Stufen 2 bis 3 zeigte sich zwar etwas wasserscheu, hatte aber trotzdem genug Tricks auf Lager: Kiesbänke, Schwälle, Kehrwasser und Felsen sorgten dafür, dass niemand auf dumme Gedanken wie „Entspannung“ kam.
Das Programm hatte es in sich: An zwei Tagen standen jeweils zwei Sprintläufe und ein 5,4 Kilometer langes Classicrennen auf dem Plan. Kurz gesagt: viel Paddeln, wenig Pause.
Mit dabei waren auch 24 Sportlerinnen aus NRW – und die nutzten die Quali nicht nur zum Kilometerfressen, sondern auch ordentlich zum Punkten. Besonders der Nachwuchs durfte jubeln: Gleich vier Athletinnen aus dem NRW-Kader schafften die Nominierung für die U18-Europameisterschaft in Grantully, Schottland 🇬🇧: Ronja Haseloff und Arvid Muche (KSG Köln) sowie Enno Roggenbrodt und Padrik Dietrich (beide KSK-Team Köln).
Auch bei den „Großen“ paddelt NRW vorneweg. Für die Weltmeisterschaft in Banja Luka wurden Linus Becker (KSK-Team Köln) und Nicolas Niederle-Gomez (KC Düsseldorf) im Herren-K1 nominiert, dazu Luisa Puttkammer (KC Düsseldorf) und Sophia Schmidt (KSG Köln) im Damen-K1.
Im Canadier Einer der Herren ging NRW sogar fast in Serienproduktion: Drei von vier deutschen Startplätzen gehen an Ole Schwarz (BW Bonn), Dominik Pesch (FFB Brühl) und Tim Heilinger (RKC Köln). Bei den Damen sicherten sich Franziska Gawehn und Birgit Simon von Blau-Weiß Bonn gleich beide deutschen Startplätze im C1. Und weil doppelt besser hält, treten einige von ihnen zusätzlich noch im C2-Team an.
Nicholas Niederle-Gomez und Luisa Puttkammer dürfen außerdem noch bei der U23-EM starten – Langeweile sieht definitiv anders aus.
Fazit: Aus NRW-Sicht war die Qualifikation ein voller Erfolg – sportlich stark, lehrreich und mit ordentlich Rückenwind für die Saison. Jetzt richtet sich der Blick auf den nächsten Kaderlehrgang an der Möll. Bis dahin heißt es: trainieren, trainieren, trainieren – und zwischendurch vielleicht noch ein paar PEU-Cup-Rennen mitnehmen.















