Umweltschulung im Bezirk 5

Outdoor Aktivitäten werden immer beliebter und damit sind auch immer mehr Menschen mit dem Kanu auf unseren Gewässern unterwegs. In diesem Spannungsfeld zwischen Nutzung der Natur für die Erholung des Menschen und Naturschutz, wird es zunehmend wichtiger, dass Regeln befolgt werden. Mit unserer Umweltschulung am 9. Mai in den Räumen des Ohlingser Turnvereins in Solingen wollen wir das Verständnis für Befahrungsregel und naturgemäßes Paddeln fördern.

Nach dem theoretischen Teil zum Thema naturbewusstes Paddeln, in dem es um das Verhalten auf dem Wasser, den Weg zum Wasser etc. ging, konnten die Teilnehmer in Kleingruppen das gewonnene Wissen bei der Planung einer Paddeltour anwenden.

Therese Dreier vom Ohligser Turnverein, die beim Ruhr Verband arbeitet, wies in einem Vortrag auf die zunehmende Verbreitung der Quaggamuschel in den Talsperren den Ruhr Verbandes hin. Um diese Verbreitung nicht weiter zu fördern, ist es dringend notwendig, nicht nur Kanus, sondern auch Ausrüstung wie Neopren und Spritzdecke, nach Befahren der Ruhr gründlich zu trocknen (weitere Infos hier).

Im Anschluss an die Mittagspause haben wir uns dem Thema Gewässerstruktur und -güte gewidmet. Die Güte kann gut anhand der Makrozoobenthos, die im Gewässer leben, bestimmt werden. Dies sind mit bloßem Auge erkennbare wirbellose Kleintiere am Gewässerboden. Dazu gehören Larven von Insekten (z.B. Eintagsfliegen, Köcherfliegen), Schnecken, Muscheln, Krebse und Würmer. Ausgestattet mit Gummistiefeln, Küchensieben, Becherlupen und Pinzetten zogen die 12 Teilnehmer nach dem theoretischen Teil zum nahegelegenen Viehbach, um nach Makrozoobenthos Ausschau halten und diese bestimmen.

Fazit: Umweltschulung, nicht nur eine lästige Pflichtveranstaltung, um die Voraussetzungen für das Wandersportabzeichen, den EPP, den Fahrtenleiter oder den SUP-Instruktor zu erlangen!

Weitere News