Va’a Sprint-WM: NRW-Athlet*innen in Singapur am Start

Zwölf Paddler*innen aus NRW nahmen im August als Teil der Nationalmannschaft an den Va’a Sprint-Weltmeisterschaften in Singapur teil.

Vom 17. bis zum 31. August fand der Saisonhöhepunkt für zwölf Sportler*innen aus NRW statt: In Singapur gingen sie bei den IVF World Sprints – also den Va’a Sprint-Weltmeisterschaften – an den Start. Insgesamt traten rund 3100 Teilnehmende für 29 Nationen an, um sich Meistertitel zu sichern. Vor der eindrucksvollen Kulisse der „Marina Bay“, die von Wolkenkratzern gesäumt ist, absolvierten sie ihre Rennen in Einer- und Mannschaftsbooten. Für die Einzelfahrer*innen standen 500 Meter bzw. 250 Meter (Para) auf dem Programm. In den Mannschaftsbooten, in denen sechs (V6) oder zwölf (V12) Paddler*innen Platz finden, wurden neben den 500 Meter-Rennen auch Wettkämpfe über 1500 Meter mit fünf Wenden ausgetragen.

Die klimatischen Bedingungen stellten die Sportler*innen vor eine besondere Herausforderung: Selbst die in Deutschland wütende Hitzewelle konnte sie nicht ausreichend auf die schwül-warme Luft in Singapur vorbereiten, sodass vor allem diejenigen Rennen, die am Nachmittag stattfanden, kräftezehrend wurden. Auch die Windverhältnisse machten es den Paddler*innen nicht leicht, denn der häufig schon morgens vorhandene Wind baute sich im Laufe des Tages weiter auf und wehte dann in Böen über die Bahnen.

Ihre Debüts bei einer Weltmeisterschaft gaben Karina Schnittker (V6), Marcel Ehlis (V1, V6, V12) und Emil Thissen (V1), der gleichzeitig der erste deutsche Junioren-Starter bei einer WM ist. Der wettkampferfahrene Paddler Volker Briel zog in der Para-Kategorie gleich zweimal – nämlich über die Distanzen 250 und 500 Meter – ins Finale ein, noch dazu startete er in der Kategorie „V1 Master 70“.

Während das V6-Herrenteam auf der 1500 Meter-Distanz bereits im Hoffnungslauf ausschied, ging die Reise auf den 500 Metern bis ins Halbfinale, in dem sie gegen Neuseeland, Neukaledonien, Samoa, Fiji und Frankreich antraten. Obwohl für das V6-Damenboot, das komplett mit Sportlerinnen aus NRW besetzt war, bei den 500 Metern im Hoffnungslauf und auf der 1500 Meter-Distanz bereits im Vorlauf Schluss war, blicken die Paddlerinnen positiv auf die Erfahrung zurück. Besonders der letzte 500 Meter-Lauf, in dem sie sich ein enges Rennen mit den Brasilianerinnen lieferten und als drittes Boot über die Ziellinie fuhren, stimmte versöhnlich.

Der Zusammenhalt des deutschen Teams war nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch auf den Zuschauerrängen zu spüren: Beim gegenseitigen Anfeuern wurde es häufig laut; ganz besonders, als die Frankfurter Team-Kollegin Christiane Pape im Finallauf in der Kategorie „V1 Women 40“ die Bronzemedaille holte. Generell spiegelte auch diese Veranstaltung wider, was für den Sport besonders charakteristisch ist – gegenseitiger Respekt und Wertschätzung. So gab die ‚Culture Night‘ den Athlet*innen aus der ganzen Welt die Gelegenheit, Einblicke in ihre Traditionen zu geben. Beim Tausch von Trikots wurden häufig Einladungen zu Standorten quer auf dem Globus ausgesprochen und auch im Anschluss an die WM wird mit großem Interesse auf die gegenseitigen Paddelabenteuer geblickt.

Ein großer Dank gilt dem Organisationsteam und allen Volunteers, die vor und hinter den Kulissen sowie im Vorfeld dafür gesorgt haben, dass diese Weltmeisterschaften für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis wurden – die Zeit in Singapur hat große Lust auf mehr gemacht!

 

Die folgenden Sportler*innen aus NRW sind als Teil des Nationalteams bei der WM gestartet:

V1 Junioren Herren: Emil Thissen (im Vorlauf ausgeschieden)
V1 Open Damen: Lara Ehlis (im Vorlauf ausgeschieden), Jamie Lee Schaare (im Vorlauf ausgeschieden)
V1 Open Herren: Marcel Ehlis (im Vorlauf ausgeschieden), Torben Kuhlmann (im Vorlauf ausgeschieden)
V1 Master 60 Damen: Birgit Plank (im Vorlauf ausgeschieden)
V1 Master 60 Herren: Thomas Eilert (im Hoffnungslauf ausgeschieden)
V1 Master 70 Herren: Volker Briel (im Vorlauf ausgeschieden)
V1 Para Herren: Volker Briel (Finalteilnahme über 250 und 500 Meter)
V6 Damen: Lara Ehlis, Lydia Elstermeier, Jana Giersch, Vanessa Holznagel, Jamie Lee Schaare, Karina Schnittker (über 500 Meter im Vorlauf ausgeschieden; über 1500 Meter im Hoffnungslauf ausgeschieden)
V6 Herren: Marcel Ehlis, Torben Kuhlmann (Halbfinalteilnahme über 500 Meter; über 1500 Meter im Hoffnungslauf ausgeschieden)
V12 Herren: Marcel Ehlis, Thomas Eilert, Torben Kuhlmann (im Hoffnungslauf ausgeschieden)

Alle Zeiten und Platzierungen finden sich auf der Website der International Va’a Federation (IVF).

Fotos: International Va’a Federation

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