NRW-Squirtboaterinnen holen Gold und Silber bei der Deutschen Meisterschaft in Bremen

Am 29. und 30. August 2026 traf sich die deutsche Squirtboot-Szene im Rahmen des traditionsreichen Bubblefestes an der Burger Brücke in Bremen. Gastgeber war TURA Bremen mit einem engagierten Organisationsteam um Cheforganisator Mike Lochny, das für optimale Wettkampfbedingungen, eine familiäre Atmosphäre und ein attraktives Rahmenprogramm sorgte. Mit Teilnehmer*innen von Flensburg bis ins Allgäu verzeichnete die Veranstaltung die bislang höchste Beteiligung bei Deutschen Squirtboot-Meisterschaften und bestätigte damit den anhaltenden Aufwärtstrend dieser besonderen Disziplin des Kanu-Freestyle-Sports.

Bereits am Freitag und Samstag sorgte das Rahmenprogramm für beste Stimmung. Neben dem sportlichen Austausch stand unter anderem eine gemeinsame Stadtbesichtigung im Bremer Stadtteil Vegesack auf dem Programm. Die einzigartige Mischung aus Wettkampf, Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung prägt die Squirtboot-Szene seit vielen Jahren und wurde auch in Bremen von allen Beteiligten besonders hervorgehoben.

NRW-Athlet*innen dominieren die Damenkonkurrenz

In der Damenwertung gingen die ersten beiden Plätze an Sportlerinnen aus Nordrhein-Westfalen. Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda) sicherte sich mit einer überzeugenden Leistung den Titel der Deutschen Meisterin 2026. Silber gewann Ramona Woronow (KC Rheintreue Homberg) und wurde damit Deutsche Vizemeisterin.

Beide Athletinnen qualifizierten sich mit ihren Ergebnissen gleichzeitig für die Squirtboot-Weltmeisterschaften 2027 im spanischen Sort. Platz drei belegte Andrea Hacker.

Für die Kölner Athletin Naya Daruwala (KC Zugvogel Köln), die derzeit verletzungsbedingt pausieren muss, besteht über einen Freihalteantrag weiterhin die Möglichkeit, sich einen Startplatz für die Weltmeisterschaften zu sichern. Wir wünschen gute Besserung.

Mike Lochny holt den Titel bei den Herren

Bei den Herren setzte sich Lokalmatador Mike Lochny (TURA Bremen) vor heimischem Publikum durch und gewann den Deutschen Meistertitel. Auf den weiteren Plätzen folgten Andreas Leitmann (WSV Osnabrück) und Finn Krössig (TURA Bremen).

Finn Krössig trainiert derzeit ebenso wie Nele Barwich aufgrund ihres Wohnortes in Wuppertal regelmäßig beim KC Hohenlimburg.

Für die Wertung am Samstag waren sowohl technische Tricks als auch die erreichten Tauchzeiten entscheidend. Die Athletinnen und Athleten mussten somit ihr gesamtes Können in den Bereichen Bootsbeherrschung, Kreativität und Unterwasserperformance unter Beweis stellen.

Spektakuläre Downtime-Meisterschaft am Sonntag

Am Sonntag stand mit der Downtime-Meisterschaft ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Anders als am Vortag zählten hier ausschließlich Tiefe und Dauer der Tauchgänge. Ziel war es, das Squirtboot möglichst lange vollständig unter Wasser zu halten.

Dabei boten die Sportlerinnen und Sportler den Zuschauern eindrucksvolle Leistungen. Bis zu 21 Sekunden verschwanden Athlet und Boot komplett in den von der ablaufenden Tide geformten Strömungen der Lesum unterhalb der Burger Brücke.

Den Titel bei den Herren sicherte sich erneut Mike Lochny, der sowohl die längste Einzeldowntime als auch die längste Gesamtzeit aus den besten vier seiner acht Tauchgänge erzielte. Platz zwei ging an den Engländer Tom Bailey, Rang drei an Finn Krössig.

Auch bei den Damen hatte Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda) die Nase vorn. Sie gewann die Downtime-Wertung vor Ramona Woronow (KC Rheintreue Homberg).

Positive Entwicklung des Squirtboot-Sports

Besonders erfreulich war die Entwicklung der Teilnehmerzahlen. Seit 2022 ist das Interesse am Squirtboot-Sport kontinuierlich gestiegen. Zwar bleibt die Disziplin weiterhin ein vergleichsweise sehr kleiner Bereich innerhalb des Kanusports, doch gerade das enge Netzwerk, die gegenseitige Unterstützung und die familiäre Atmosphäre machen den besonderen Reiz der Szene aus.

Die Deutschen Meisterschaften 2026 in Bremen haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Sportart lebt und wächst. Die Kombination aus hochklassigem Wettkampf, hervorragender Organisation, abwechslungsreichem Rahmenprogramm und sportlichem Miteinander machte die Veranstaltung zu einer rundum gelungenen Werbung für das Squirtboot-Paddeln.

Für die Athlet*innen richten sich die Blicke nun auf die Weltmeisterschaften 2027 in Sort (Spanien). Aus Sicht des Kanu-Verbandes Nordrhein-Westfalen besonders erfreulich: Mit Nele Barwich und Ramona Woronow kommen die Deutsche Meisterin und die Deutsche Vizemeisterin aus NRW und haben sich bereits für das internationale Saisonhighlight 2027 qualifiziert. Die ersten Deutschen Meisterschaften an der Burger Brücke in Bremen werden damit vielen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben.

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