Vom Nutzer zum Gewässerpartner: Kanu-Verband NRW wirbt für neuen Blick auf den Kanusport
- 09.10.2026
Was wäre, wenn sich der Kanusport nicht nur als Nutzer unserer Gewässer verstehen – sondern als Partner für deren Zukunft?
Mit dieser Frage war der Kanu-Verband NRW bei einer Tagung des Lippeverbandes zu Gast. Geschäftsführer Jens Lüthge stellte dort unter dem Titel „Kanusport auf der Lippe – ein Perspektivwechsel“ neue Ansätze für eine stärkere Verbindung von Kanusport, Gewässerentwicklung und Naturschutz vor.
Der organisierte Kanusport bringt dabei ein besonderes Potenzial mit: Viele Menschen sind regelmäßig auf den Gewässern unterwegs und erleben deren Entwicklung unmittelbar. Sie können Veränderungen wahrnehmen, Beobachtungen beitragen, sich ehrenamtlich engagieren und ihr Wissen über den Lebensraum Gewässer weitergeben.
Vom Nutzer zum Gewässerpartner
Neben der bereits gelebten Rücksichtnahme und der Einhaltung von Befahrungs- und Naturschutzregelungen geht es um eine weiterführende Perspektive: Wie kann der Kanusport aktiv etwas für die Gewässer leisten?
Mögliche Ansätze sind vielfältig und reichen von ehrenamtlichem Gewässermonitoring und Beiträgen zu Citizen-Science-Projekten über gemeinsame Gewässeraktionen bis hin zu Umweltbildung und der Qualifizierung von Multiplikatoren. Auch die Frage, wie bestehendes ehrenamtliches Engagement durch geeignete Förderstrukturen nachhaltig unterstützt werden kann, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Dabei versteht sich der Kanusport ausdrücklich nicht als Ersatz für professionelles Gewässermonitoring oder die Arbeit von Wasserwirtschaft und Naturschutz. Vielmehr geht es darum, vorhandene Kompetenzen und Perspektiven sinnvoll miteinander zu verbinden.
Gemeinsam mehr für unsere Gewässer erreichen
Die zahlreichen Gespräche im Anschluss an den Vortrag zeigten, wie groß das Interesse an diesem Austausch ist. Für den Kanu-Verband NRW ist dies ein wichtiger Impuls, die Beziehungen zu Wasserverbänden, Naturschutzorganisationen, Kommunen und weiteren Akteuren der Gewässerentwicklung weiter auszubauen.
„Wir wollen den Dialog mit denjenigen intensivieren, die Verantwortung für unsere Gewässer tragen. Der Kanusport bringt dabei nicht nur seine Perspektive als Nutzer ein, sondern auch Menschen, Wissen und ehrenamtliches Engagement“, so Jens Lüthge.
Ziel ist es, aus dem gemeinsamen Austausch konkrete Kooperationen und neue Projekte entstehen zu lassen. Denn Gewässerentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
Die Frage ist deshalb nicht nur, was die Gewässer für den Kanusport leisten können. Sondern auch, was wir gemeinsam für unsere Gewässer leisten können.
Der Kanu-Verband NRW möchte diesen Perspektivwechsel aktiv mitgestalten – vom Nutzer zum Gewässerpartner.





















