Projektwoche in Duisburg bringt abwechslungsreichen Kanuspaß

Landfermann Gymnasium in Duisburg macht Projektwoche beim WSV Niederrhein Duisburg

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Kurz vor den Sommerferien, vom 11.-13. Juli, fand beim WSV Niederrhein Duisburg eine Kanu-Projektwoche statt. Dieses Projekt wurde vom Oberstufenschüler Alexander Bärg vorgeschlagen und organisiert, der aktiver Rennsportler am Kanuverein ist. Insgesamt nahmen 35 Schüler aus den Jahrgangsstufen fünf bis neun an der Projektwoche teil. Begleitet wurde das Projekt von zwei Sportlehrern der Schule sowie vom Bundesstützpunkttrainer André Brendel. Aufgebaut waren die drei Tage in Theorie und Praxis. Am ersten Tag wurden nach einer Vorstellung des Vereins und der vorhandenen Boote alle Kanudisziplinen erläutert. Es folgte eine technische Einweisung und dann ging es auch schon in Polo-Booten auf Wasser.

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Da der zweite Projekttag stark verregnet war, wurden in einer Unterrichtsform die Leistungsvoraussetzungen für den Kanu Wettkampfsport erarbeitet. Es folgte ein Koordinationstraining und ein Polo-Spiel auf dem Wasser. Der dritte Tag beleuchtete den Kanu-Rennsport. An diesem wurden jedem Schüler drei Prüfungen abverlangt. In der ersten ging es darum, so schnell wie möglich ca. 150m im Polo-Boot zu paddeln. Bei der zweiten und dritten Prüfung musste ein Kreis gepaddelt werden, bei dem es galt nicht reinzufallen. Die absolvierte Strecke wurde dabei bewertet. Die Boote und Kanudisziplin änderte sich in den beiden letzten Prüfungen. So galt es einmal im Canadier kniend und ein anderes Mal im Renn-Einerkajak sitzend die Strecke zu paddeln.

Insgesamt waren die drei Tage für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Es konnten mit viel Spaß bei sonnigen und regnerischen Wetter Erfahrungen mit dem Wassersport gesammelt werden. Darüber hinaus sind auch im kommenden Schuljahr gemeinsame Projekte zwischen den Landfermann Gymnasium und den Wettkampfkanuten in Duisburg geplant.

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Max Rendschmidt erhält Kienbaum Award

Max Rendschmidt mit dem Kienbaum Award ausgezeichnet
Doppel-Olympiasieger Max Rendschmidt (KG Essen) hatte beim Sommerfest im bisherigen Bundesleistungszentrum Kienbaum, das nun „Olympisches und Paralympisches Trainingszentrum für Deutschland“ heißt, gleich zweimal einen großen Auftritt: Erst durfte er Bundeskanzlerin Angela Merkel bei deren Besuch am Dienstag in der Kaderschmiede des bundesdeutschen Sports den Gold-Zweier von Rio erklären, später nahm er dann aus ihren Händen den Kienbaum Award entgegen.

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Die Regie hatte beim Besuch von Angela Merkel während des Sommerfestes im Bundesleistungszentrum Kienbaum gleich nach ihrer Ankunft als erste Station die Rennkanuten vorgesehen. Die Olympiasieger Max Rendschmidt, Sebastian Brendel und Franziska Weber empfingen gemeinsam mit DKV-Präsident Thomas Konietzko und Sportdirektor Dr. Jens Kahl die Bundeskanzlerin und ihre Begleitung, darunter auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann, vor dem Bootssteg am Ziel der Kanustrecke auf dem Liebenberger See. Max Rendschmidt war es vorbehalten, Angela Merkel den Siegerkajak, in dem er zusammen mit Marcus Groß in Rio Gold gewann, näher vorzustellen. Interessiert folgte die Kanzlerin den Erläuterungen des 23-jährigen Bundespolizeimeisters. Währenddessen repräsentierten die restlichen Athleten des Rennsport-Nationalteams in ihren Booten auf dem Wasser eindrucksvoll die Erfolgsflotte des DKV. Reichlich zehn Minuten ließ sich Angela Merkel von den Rennkanuten informieren, bevor sie zum nächsten Programmpunkt ihres Kienbaum-Besuches aufbrach. Später dann, bei der offiziellen Eröffnung des Sommerfestes in Leistungszentrum, kam es zur zweiten Begegnung zwischen der Kanzlerin und Max Rendschmidt. Als zweiter Kanu-Rennsportler erhielt der gebürtige Bonner aus ihren Händen im Beisein von Alfons Hörmann den Kienbaum Award 2017. Die 2012 ins Leben gerufene Auszeichnung, die 2015 bereits an Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel verliehen wurde, anerkennt die menschlichen Werte und die Vorbildwirkung der Geehrten. In seiner Laudatio würdigte Thomas Konietzko die Entwicklung von Max Rendschmidt, der unter Anleitung seiner Mutter Ruth und seines Stiefvaters Willy Dietzler beim Wassersportverein Blau-Weiß Rheidt in Niederkassel seine Kanurennsport-Laufbahn begann und später am Olympiastützpunkt in Essen unter Robert Berger zum Weltklasse-Athleten heranreifte. In seinen Dankesworten unterstrich Max Rendschmidt, er freue sich besonders über diese Auszeichnung, da sie nicht nur die sportliche Leistung würdige, sondern ihn als Sportlerpersönlichkeit ehre. Er versprach so zu bleiben wie er sei bzw. sich zu verbessern, wo es nötig sei. Unter großem Beifall der anwesenden Gäste verkündete er, einen ihm überreichten Scheck in Höhe von 1977 Euro seinem Heimatverein Blau-Weiß Rheidt für die Trainingsarbeit zur Verfügung zu stellen.

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Bei der zurückliegenden Europameisterschaft der Rennsportler musste Max Rendschmidt leider krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen. Die Fahnen von NRW hielten dafür Max Hoff (Essen), Katharina Köther (Essen), Kai Spenner (Essen) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) hoch.
Dabei fuhr Max Hoff gleich bei zwei Disziplinen den Europameistertitel ein. Im K2 über 1.000 m der Herren gelang ihm gemeinsam mit Marcus Gross ein Start-Ziel-Sieg, im K1 über die Langstrecke holte er sich den Einzelsieg. Kai Spenner und Lukas Reuschenbach saßen gemeinsam im K4 über die 1.000 m und erreichten einen passablen fünften Platz. Der K4 mit Katharina Köther beendete über die 500 m das Rennen knapp hinter den Medaillenrängen ebenfalls auf dem 5. Platz.

Text: H.-P. Wagner, Fotos: O. Strubel, H.-P. Wagner

Trauer um Bernhard Scheffer

Kanu-Rennsport: Trauer um Bernhard Scheffer †

Mit Trauer und Bestürzung haben die Rennsportler in NRW die Nachricht aufgenommen, dass ihr langjähriger Kampfrichter-Kollege Bernhard Scheffer am 26. Juni 2017 bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Er wurde 56 Jahre alt.

Benno – wie ihn alle nannten – war seit über 20 Jahren Kampfrichter im Kanu-Rennsport und bei Weltcups, Deutschen und Westdeutschen Meisterschaften sowie zahllosen Einladungsregatten eingesetzt. Mit großem Verantwortungsbewusstsein hat er diese Aufgaben kompetent wahrgenommen. Es war ihm immer wichtig, seine Entscheidungen zwar unter Beachtung der Regeln, aber auch im Sinne der Sportler zu treffen.
In seiner freundlichen und hilfsbereiten Art war er ein von allen geschätzter Sportsfreund. Benno fühlte sich in der Kanufamilie wohl.
Die Rennsportler, insbesondere die Kampfrichter, können es nicht fassen, Benno nun nicht mehr bei den Regatten zu erleben, aber allen bleibt er unvergessen. 

Neuer Förderkreis für Kanu-Rennsport in NRW gegründet

Förderkreis Kanu-Rennsport gegründet – Jetzt Mitglied werden!

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Der Förderkreis Kanu-Rennsport hat sich zur Aufgabe gemacht, die Rennsportveranstaltungen in NRW (wie WDM und DM) ebenso zu unterstützen wie den Kanu-Rennsport-Nachwuchs in NRW.
In Zeiten, in denen die öffentlichen Gelder und Sponsoreneinnahmen leider knapper werden, kann man gemeinsam viel erreichen. Schon mit einem Jahresbeitrag von 20 € kann man Mitglied im Förderkreis werden und selber unterstützen.

Alle Infos zum Förderkreis gibt es auf der Homepage www.foerderkrs.nrw

Der Flyer zum Förderkreis und der Mitgliedsantrag liegen ebenfalls hier zum Download bereit:



EM der Junioren und U23 in Belgrad

Junioren und U23-Europameisterschaften in Belgrad
Gold-Erfolg für Johanna Schimanski im K4

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Strahlendes Lachen bei den Siegerinnen, zweite von links Johanna Schimanski

Im letzten Finalblock auf der Junioren und U23 Europameisterschaft in Belgrad am gestrigen Sonntag ist der Knoten geplatzt. Johanna Schimanski, MKV Mülheim wurde überraschend mit ihren Partnerinnen Stine Noack (Potsdam), Casandra Jhonson (Mannheim) und Josefine Landt (Neubrandenburg) Europameisterin im K4 über 500m.

Außerdem durfte Philipp Hardy, KG Essen im letzten Junioren Rennen der Veranstaltung jubeln. Zusammen mit seinem Partner Ken Pfeiffer (Karlsruhe) gewann er im K2 über 200m die Bronzemedaille.

Nicht zu vergessen sind natürlich die restlichen Finalteilnahmen durch Anna Kowald - KG Essen, Tobias Heuser - AKC Oberhausen, Antonius Rüsing - Wiking Bochum und Torben Eller - KSG Wuppertal. Außerdem zeigte Nico Pickert aus Linden Dahlhausen gute Leistungen im stark besetzten C1 U23 Feld.

Alle Ergebnisse gibt es auf www.europecanoeevents.com

Herzlichen Glückwunsch an alle Sportler/innen, Trainer/innen und Vereine.

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WDM Kanu-Rennsport 2017 in Köln

Rückblick auf die NRW-Meisterschaften in Köln
Olympiasieger Max Rendschmidt gab vielen Nachwuchstalenten ein Beispiel

Über 500 Kanurennsportler im Alter von 7 bis über 60 prägten am vergangenen Wochenende bei den NRW-Landesmeisterschaften die Szenerie auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen. Rund 140 Mal wurde zur Siegerehrung aufgerufen, um Titel, Pokale und Medaillen zu vergeben.

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Start K2 LK 200 m

Musste am Freitag in den Qualifikationsrennen noch so mancher vor allem von den jüngeren Teilnehmern bzw. Teilnehmerinnen dem recht heftigen Wind Tribut zollen und Bekanntschaft mit dem Fühlinger See machen, so bot an den beiden Finaltagen bestes Sommerwetter mit wenig Wind perfekte Bedingungen. Die Athleten dankten es mit spannenden Wettkämpfen und tollen Leistungen. Als prominentester Teilnehmer ließ es sich der Doppel-Olympiasieger von Rio Max Rendschmidt nicht nehmen, um den Landesmeistertitel mitzupaddeln. Er wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann im K1 der Herren-LK über 1000 und 500m Gold. Nicht nur in diesen beiden Finals dominierten die Essener Athleten mit einem Dreifachsieg die Konkurrenz in den männlichen Kajakdisziplinen. In der Leistungsklasse schnappte ihnen nur im K2 über 200m der WSV Blau-Weiß Rheidt den Titel weg, ansonsten gingen alle Titel sowie auch die meisten Siege bei den Herren Junioren und im Einer der männlichen und auch der weiblichen Jugend nach Essen.

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Die Herren der KG Essen

Im Kajak der jungen Damen glänzte von den Schülerinnen bis hin zu den Damen Junioren vor allem der Kanu-Ring Hamm mit den meisten Titelerfolgen. Der Kanu-Ring konnte in Köln auch insgesamt erneut als Verein mit der besten Nachwuchsarbeit geehrt werden. Die überschaubare Konkurrenz im Kajak der Damen Leistungsklasse dominierten die Sportlerinnen des WSV Rheintreue Düsseldorf. In den Canadier-Disziplinen erkämpften vor allem die KSG Wuppertal sowie der KC Wiking Bochum quer durch alle Altersklassen die meisten Siege.

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C2 LK 200 m

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männliche Jugend K1

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weibliche Junioren K2  200 m

In den Entscheidungen der Schüler A und B zeigte sich einschließlich des Kanu-Mehrkampfes eine erfreuliche Breite, so waren insgesamt 15 Vereine an den Titelerfolgen beteiligt. Dies war auch bei den Schülerspielen der Jüngsten zu beobachten. Im Kajak gab es in 10 Entscheidungen Sieger aus zehn verschiedenen Vereinen, im Canadier teilten sich die KSG Wuppertal und der KC Wiking Bochum die Siege.

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Wie immer bei solchen Wettkämpfen gibt es auch bei einer Westdeutschen Meisterschaft viele Geschichten rund um das sportliche Geschehen, Geschichten von überraschenden Erfolgen, aber auch so manchen Tragödien, von überwältigender Freude, aber auch von Tränen der Enttäuschung. Eine dieser Geschichten trug sich kurz vor Ende der Meisterschaften zu, im K2-Langstreckenrennen der Herren Leistungsklasse. Im Feld der Teilnehmer im Alter von überwiegend Anfang bis Mitte Zwanzig paddelte einer mit, der doppelt so alt war wie die anderen Kontrahenten und im nächsten Monat seinen 50. Geburtstag feiert: Ex-Weltmeister Lutz Liwowski ging mit seinem Schützling Robin Nigbur an den Start, beide holten am Ende hinter den Essener Booten Kux/Kux und Mohajer/Lettmann Bronze. Weil er so gerne Langstrecke fährt, habe er seinen Trainer „überzeugt“, das Abenteuer gegen die starke Phalanx aus Essen zu wagen, gestand Robin nach der Siegerehrung, während sein Coach Lutz Liwowski noch gezeichnet von dem Rennen bekannte: „Das war eine harte Schlacht, aber es hat Spaß gemacht.“

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Langstrecke Herren LK 5.000 m

Mit einem solchen Urteil verabschiedeten sich hoffentlich viele der jungen Kanuten von den Meisterschaften in Köln, um nach einigen Tagen der Regeneration im Training wieder Gas zu geben für den nächsten großen Wettkampf: die Deutschen Meisterschaften Ende August in München.

Die komplette Ergebnisliste liegt hier zum Download bereit:

Text und Fotos: Hans-Peter Wagner

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