Wiesenwehr-Rodeo läutet die Freestyle-Saison 2017 ein

Wiesenwehr Rodeo 2017 - Der Countdown läuft

foto wiesenwehr rodeo 2016
2016 gab es einen perfekten Pegelstand

Der Countdown zum Wiesenwehr-Rodeo 2017 läuft, denn wie in jedem Jahr, eröffnet das Wiesenwehr die Freestyle-Saison in Deutschland.
Vom 24.-26. März ist es wieder soweit, eine Anmeldung ist noch bis zum 18.3. möglich, eine Nachmeldung vor Ort ist dieses Jahr aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.

Quali - und was für Jedermann
Wer dieses Jahr beim Wiesenwehr-Rodeo an den Start geht, hat die Chance sich einen Platz in der Nationalmannschaft zu sichern und somit die Möglichkeit bei der Freestyle WM in Argentinien zu starten. Aber auch für alle anderen lohnt sich das Rodeo, die einfache Walze ermöglicht erste Einblicke in den Freestyle Wettkampf-Sport und Sachpreise werden an alle Starter verlost, die bei der Siegerehrung und After-show Party dabei sind.

Alle Infos gibt es hier: www.kanu-freestyle.info.

Abschluss der Deutschen Meisterschaft Kanu-Freestyle 2016

Freestyle Finale in Markkleeberg
Max Münchow gewinnt Deutsche Meisterschaft im K1

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Am Wochenende fand bei kaltem und regnerischem Herbstwetter das Finale der Deutschen Freestyle Meisterschaft in Markleeberg statt. Die DM 2016 wurde in drei Wettkämpfen ermittelt (Neuss, Augsburg und Markkleeberg), um den Heimvorteil zu verringern.
Die beiden besten Ergebnisse wurde für die Deutsche Meisterschaft gewertet, für viele der angereisten Sportler ging es also um die begehrten Meister Titel.
Auch die Freestyle Elite aus NRW machte sich auf den Weg, um die nötigen Punkte zu holen.
Max Münchow (Freestyle Beauftragter NRW) genoss dabei den Vorteil bereits in Neuss und in Augsburg die ersten Plätze belegt zu haben, somit konnte er ohne Leistungsdruck starten. Mit soliden Läufen im Halbfinale und Finale sicherte er sich erneut den ersten Platz und machte damit seinen Titel zum Deutschen Meister perfekt.

Robert Büchmann hatte diese Vorteile nicht, er musste um den zweiten Platz gegen den Konkurrenten Philipp Vorbohle aus Augsburg kämpfen. In den Vorläufen noch auf dem ersten Platz lief das Halbfinale bei Ihm nicht ganz so perfekt, es reichte allerdings für das Finale. Dort holte er dann nochmal alle Moves raus und schaffte es mit dem zweiten Platz auch bei der Gesamtwertung die Silber Medallie zu sichern. Konkurrent Philipp Vorbohle sicherte sich Bronze.
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Bei den K1 Damen starteten Lisa Hasselwander und Luisa Heinen aus NRW. Bei Lisa war die Anspannung noch größer, da Sie sich mit Anne Hübner um die Goldmedallie stritt. Anne Hübner zeigte perfekte Läufe und erziehlte in den Vorläufen Top Scores. Dem waren Lisa und Luisa auch im Finale nicht gewachsen, Lisa konnte sich aber den Vize Titel sichern und auch Luisa brachte Bronze mit nach NRW.
Im C1 zeigte Jonas Unterberg (ehemals NRW), dass er als Wahl-Bayer mit besseren Trainingsbedingungen die Konkurrenz hinter sich lassen kann. Christoph Kleemann und Joel Ruster hatten gegen ihn keine Chance. Aber auch hier wurden mit fetten Moves und reichlich Air um die Medallien gekämpft . Im Finale setzte sich Christoph vor Joel, Christoph ergatterte somit Silber und Joel Bronze.

Alle Ergebnisse der DM 2016 sind hier zu finden: Kanu-Freestyle.

Die Freestyle Saison wurde mit diesem Wettkampf für 2016 beendet und startet nächstes Jahr wieder in NRW mit dem Wiesenwehr Rodeo.

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Robert Büchmann (li.) und Max Münchow (Mitte) freuen sich über ihre Titel

Fotos: Nico Gottszky

Erfolge für NRW bei Freestyle-Quali

EM Qualifikation der Kanu-Freestyler in Plattling

Am vergangenen Wochenende fand die Quali der Deutschen Freestyle Sportler in Plattling statt. Wer beim Wettkampf vorne mit dabei war, konnte sich einen der begehrten Plätze für die EM 2016, die ebenfalls in Plattling stattfindet, sichern.
Da jeder der Sportler bei der EM im eigenen Land dabei sein wollte, war die Leistungsdichte besonders hoch, doch auch die Freestyler aus NRW stellten Ihr Können unter Beweis und sicherten sich so einige der begehrten Plätze.
Bei den Juniorinnen erreichte Carolin Riemer (WSC Dormagen) den zweiten Platz und ist somit Teil der deutschen Nationalmannschaft 2016, ebenfalls aus NRW konnten sich Andrea Kapers (SPVG Boich/Thum) und Lisa Hasselwander (WSC Dormagen) ein Ticket für die EM bei den Damen sichern.
Bei der Teilnehmer stärksten Klasse, den K1 Herren, konnten sich gleich 3 Herren aus NRW für das Finale bei der Quali qualifizieren und somit auch ein Ticket zur EM lösen - Martin Koll (Post SV Bonn), Yannick Münchow (WSC Dormagen) und Paul Meylahn (SPVG Boich/Thum)  zogen in die Nationalmannschaft ein. Paul bewies, dass er nicht nur im Kajak, sondern auch im Canadier fit ist und löste auch im C1 ein Ticket für die EM.

Eine tolle Einstimmung auf die EM der Freestyler in Plattling vom 26.-28. Mai 2016 wollen wir nicht vorenthalten:

 

Wiesenwehr Rodeo - Auftakt zur Saison 2016

Wiesenwehr Rodeo 2016 – DM#1

wiesenwehr rodeo 2016

foto wiesenwehr rodeo 2016 dietmar meinert

foto wiesenwehr rodeo 2016


Am vergangenen Samstag ging das Wiesenwehr Rodeo in die sechste Runde und eröffnete die Freestyle Saison 2016. Dieses Jahr nicht nur der erste Wettkampf von dreien zur Deutschen Meisterschaft, sondern auch Qualifikation für die EM 2016 in Plattling (26.-28.Mai) für die niederländischen Sportler.

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Foto: Dietmar Meinert

Bei bestem Wetter und einem optimalen Pegel gingen 68 Sportler an den Start, um Ihr Können zu zeigen und möglichst viele Punkte für die Wertung der DM zu holen.
Die Sportler aus NRW konnten Ihren Heimvorteil nutzen und sich oft gegen die Konkurrenz aus den restlichen Teilen Deutschlands durchsetzen.
Im C1 (Unisex) gewann Jonas Unterberg (Passau) vor Söhren Kohnert.
Bei den K1 Damen konnte Lisa Hasselwander sich im Finale vor Querine Wegman (NL) und Anne Hübner setzen.
Bei den Juniorinnen gewann eine Sportlerin aus NRW, Carolin Riemer siegte im Finale vor Emma Schuck und Vera Niess.

foto wiesenwehr rodeo 2016 mdels

Leon Bast zeigte bei den Junioren alles und gewann damit vor Michel Hermann und Eric Linsel.
Durch die entstanden Verzögerung aufgrund des Judging Systems fand das Herren Finale im Dunkeln statt. Auch hier konnten sich zwei Freestlyer aus NRW unter den ersten dreien platzieren. Max Münchow gewann vor Lane de Meulenare (Belgien) und Vereinskollege Robert Büchmann.

Das Wiesenwehr Rodeo 2016 hat noch einmal deutlich gemacht wie wichtig das Wiesenwehr für den Kanusport und besonders Freestyle in Deutschland ist. Ohne Alternative wären diese sportlichen Leistungen national und international nicht mehr möglich. Wir, der Veranstalter und alle Sportler hoffen auf eine positive Entwicklung im Bezug zur Renaturierung der Erft.

Alle Ergebnisse finden sich hier: www.into-the-water.com.

Wiesenwehr Rodeo 12.03.2016

Wiesenwehr Rodeo 2016
Deutsche Kanu-Freestyle Meisterschaft #1

foto wiesenwehr 2014

Zum sechsten Mal veranstaltet der WSC-Bayer-Dormagen das Wiesenwehr Rodeo in Neuss, dazu treffen sich am 12. März Kanu-Freestyler aus Deutschland, Niederland und Belgien am Wiesenwehr in Neuss (Berghäuschensweg/Barfußpfad). Beginn der Veranstaltung ist um 10:00 Uhr.

Bisher sind über 70 Teilnehmer gemeldet, die durch das schlechte Wetter ein hoffentlich guter Pegel erwartet.

Für die deutschen Teilnehmer heißt es Punkte sammeln für die Deutsche Meisterschaft (Augsburg#2, Leipzig #3), für die Niederländer dient das Rodeo als Qualifikation für die EM 2016 in Plattling.

Aber auch für Zuschauer bietet das Wiesenwehr Rodeo einen faszinierenden Anblick. In den 175cm-190cm langen Booten zeigen die Paddler eine zahllose Variation von Figuren (Überschläge, Drehungen, Rollen uvm.), bei denen einem schon beim Anblick schwindlig werden kann. Für jede Figur gibt es je nach Schwierigkeit und Aussehen eine bestimmte Anzahl von Punkten. Die Sportler haben 45 Sekunden Zeit so viele Punkte wie möglich zu sammeln (jede Figur darf allerdings nur einmal gezeigt werden). Wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt.

Die Veranstalter freuen sich auf die vielen Sportler, aber auch auf viele Zuschauer, um diesen eine faszinierende Facette des Kanusports zu zeigen.

Weitere Infos finden sich auf der Seite www.kanu-freestyle.info.

Was ist Kanu-Freestyle?

Was ist denn eigentlich „Kanu-Freestyle“ ?
Kanu-Freestyle, auch bekannt als „Playboating“, „Rodeo“ oder ganz einfach „Spielbootfahren“ ist eine evolutionäre Sportart, die sowohl bei Sportlern als auch bei Zuschauern mehr und mehr Zustimmung findet. Die Kanuten, die auch als Artisten oder Akrobaten bezeichnet werden können, vollführen in ihren weniger als zwei Meter langen Booten in Wellen oder Walzen spektakuläre Tricks, so genannte „Moves“. Der Paddler benötigt eine tolle Körperbeherrschung und Gefühl für Wasser und Strömung.

Die Entwicklung von Kanu-Freestyle
Kanu-Freestyle fand seine Anfänge im Wildwasser. Mit stetiger Weiterentwicklung des Materials wuchs auch der Mut der Kanuten. Irgendwann wurden schwierige Stellen, die zuvor umfahren wurden, gezielt angefahren. Anfangs war das Ziel, möglichst lange in der Welle oder Walze zu bleiben, ohne umzukippen oder herausgespült zu werden. Daher stammt auch der Name „Rodeo“ – nur dass man nicht den Bullen reitet, sondern Wellen und Walzen bezwingen und kontrollieren möchte. Bereits während der 80er Jahre kamen Paddler zusammen, um in ungezwungener Atmosphäre kleine Wettkämpfe zu bestreiten. Die Regeln waren einfach und nicht besonders streng: Der, der die „spektakulärsten Moves“ zeigte, gewann. Mit ihren vier Meter langen Booten zeigten sie jedoch nicht viel mehr als Front- und Backsurfs und vielleicht auch mal eine Kerze oder „Rakete“, bei der die Spitze oder das Heck ins Wasser taucht und das Boot senkrecht aus der Walze „schießt“. Mit der Zeit schrumpfte die Länge der Boote auf unter zwei Meter, so kurz, dass gerade eben Platz für die Beine bleibt. Dafür wurden die Boote insgesamt voluminöser, das Unterschiff flacher, die Kanten markanter und das Material leichter. Die Sitzmaschinen wurden verbessert, um einen optimalen Halt zu garantieren. Mit diesen ausschlaggebenden Veränderungen wurden auch die Tricks ausgefeilter und spektakulärer, immer wieder kamen neue Tricks hinzu.

Kanu-Freestyle als Wettkampfsport
Die erste Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaft fand bereits 1991 statt, bei der der deutsche Jan Kellner den Titel holte. Da diese Sportart rasch Zulauf fand, war ein einheitliches Regelwerk bald unabdingbar. Im Jahr 2004 wurde die erste offizielle Europameisterschaft unter der Flagge der „European Canoe Association“ (ECA) durchgeführt. 2006 nahm die „International Canoe Federation“ (ICF) Kanu-Freestyle als offizielle Disziplin auf und setzte die Bewertung der Moves fest. Diese „Trickliste“ wird regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Die erste offizielle ICF-Weltmeisterschaft war 2007 am Ottawa-River in Kanada. Die erste Weltcup-Serie wurde ein Jahr später in Prag, Augsburg und Thun (Schweiz) ausgetragen. Nun werden im jährlichen Wechsel Europa- und Weltmeisterschaften veranstaltet. Dieses Jahr wird die WM in Deutschland an der Isar in Plattling stattfinden.
Bei Wettkämpfen wird in verschiedenen Klassen gestartet. Diese sind unterteilt in K1, C1 und Open-Canoe (OC1), eine weitere Aufteilung erfolgt nach Geschlecht und Alter. In der Klasse K1 hat der Paddler ein „normales“ Boot mit „normalem“ Paddel. C1-Fahrer haben ein Stechpaddel, also ein Paddel, das auf der einen Seite ein Blatt und an der anderen Seite einen Knauf hat. Zudem knien C1-Fahrer in ihren Booten. Die Klasse OC1 findet Begeisterung vor allem bei den Zuschauern. Wieder hat der Paddler ein Stechpaddel und kniet in seinem Boot. Dieses gleicht einer Badewanne, ist oben offen und läuft meist schon bei den ersten Moves voll mit Wasser – nicht selten wird der Paddler zum Aussteigen gezwungen und schwimmt mit seinem Sportgerät zum Ufer zurück.

Die Moves
Die Wettkämpfe werden an einem geeigneten Playspot, also einer künstlich angelegten oder natürlichen Welle oder Walze mit ausreichend großen Kehrwässern ausgetragen. Ziel ist es, innerhalb eines Laufes, also einer definierten Zeitspanne (meist 45 Sekunden) möglichst viele verschiedene Moves aneinander zu reihen. Bisher gibt es (laut ICF) ca. 30 Moves mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Bewertungen. Der einfachste Move ist ein „Flatspin“, also eine horizontale 360°-Drehung. Weiter geht es mit „Cartwheels“, einer vertikalen Drehung des Bootes auf der Kante. Bei den Zuschauern besonders beliebt sind Loops, die aussehen wie „Purzelbäume“ oder Salti mit dem Boot. Die Trickpalette reicht bis hin zu ausgefallenen, komplizierten „High-Score-Moves“ wie Phoenix Monkeys, McNasty’s oder Tricky Woos. Zusätzliche Punkte können erzielt werden, wenn man Tricks wie Loops „aerial“ oder „huge“ fährt, man also vollständig und besonders hoch aus dem Wasser ist. Zudem kann man die Moves „clean“ oder „superclean“, also ohne Einsatz des Paddels, fahren oder die Tricks aneinander reihen („linken“), um zusätzliche Punkte zu erzielen. Zudem können besonders gute Paddler durch „Entry-Moves“ punkten. Das bedeutet, dass sie die Welle/ Walze statt aus dem Kehrwasser von oben anfahren und mit einem Trick starten.

foto wiesenwehr 2014  foto freestyle em thomas hinkel

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