Aktuelles zur Lippe im Kreis Recklinghausen

Lippesperrung im Kreis Recklinghausen –Landschaftsplan vor der Entscheidung
Unterstützung erbeten durch Staatskanzlei, den Landessportbund und die IG Wassersport in NRW

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Nach der Offenlegung des Landschaftsplanes Lippe im Kreis Recklinghausen hat der Kanu-Verband NRW mit seinem Bezirk 3 und vielen Mitgliedsvereinen im Herbst 2016 gegen die geplanten Restriktionen in Form einer umfangreichen Stellungnahme protestiert. Nun hat die Kreisverwaltung den Landschaftsplan vor der Beschlussfassung des Kreistages am 27. November überarbeitet, dabei aber jedoch die gravierendsten Einschränkungen für Kanusportler nur unwesentlich reduziert.
Das ganzjährige Befahrungsverbot im zehn Kilometer langen Grenzbereich zum Kreis Coesfeld auf der südlichen Flusshälfte ist unverändert Bestandteil der Planungen. Die naturschutzfachliche Bewertung des Flusses diesseits und jenseits der Flussmitte kann jedoch aus unserer Sicht unmöglich zu vollkommen unterschiedlichen Ergebnissen führen. Auf Coesfelder Gebiet wird eine Befahrung mit Booten uneingeschränkt erlaubt und sogar eine touristische Erschließung auch für den Kanusport vorbereitet. Im Kreis Recklinghausen dagegen kommt die Bewertung zum Ergebnis, den Kanusport hier komplett verbieten zu müssen. Schon aus rechtlichen Gründen ist dieser Gegensatz nicht haltbar.

Im sogenannten Halima-Gebiet wurde das ganzjährige Befahrungsverbot jetzt auf acht Monate begrenzt. Den gesperrten Lippeabschnitt sollen die Kanuten auf dem Kanal umfahren. Von Mitte November bis Mitte Juli sollen die Sportler vor der Sperrzone ausbooten und ihre Boote samt Zubehör über 150 Meter zum Wesel-Datteln-Kanal tragen und anschließend auf einem privaten Grundstück wieder zu Wasser lassen. Sowohl die Aussetzstelle an der Lippe als auch der Weg zum Kanal sowie die Bootseinsetzstelle am Kanal sind bisher nicht vorhanden und müssen dementsprechend geplant, beantragt, bewilligt und finanziert werden. Dann wird auf einer Bundesswasserstraße mit intensiver Berufsschifffahrt auf ca. zwei Kilometern das Naturschutzgebiet umfahren, um anschließend am Clubhaus des VFL Marl-Hüls auszusetzen. Von dort aus geht es mehrfach steile Treppen herauf und wieder hinunter immer mit dem Boot und Zubehör auf der Schulter um eine Wohnsiedlung herum auf 1,2 Kilometern Fußmarsch bis zur Lippe zurück. Der Lippeeinstieg am Wasserwerk ist aber wegen der Baumaßnahmen des Lippeverbandes in den kommenden sechs bis sieben Jahren nicht erreichbar. Insgesamt ist das Umtragen und Umfahren des Naturschutzgebietes in der vorgesehenen Weise nicht zumutbar und erst in vielleicht zehn Jahren theoretisch realisierbar.

Der Kanu-Verband NRW bzw. unser Bezirk 3 hat nun noch einmal mit verschiedenen Fraktionen im Kreistag Gespräche geführt und alle Fraktionen erneut angeschrieben. Wir haben die Staatskanzlei, den Landessportbund und die IG Wassersport in NRW um Unterstützung gebeten, um die für den 27.11.17 vorgesehene Abstimmung im Kreistag zu verschieben und Gespräche unter Moderation der Landesregierung zwischen den beteiligten Parteien herbeizuführen. Denn die erstmalige Sperrung eines ganzjährig fahrbaren Wanderflusses in seinem Unterlauf würde den Kanusport massiv beeinträchtigen und die betroffenen Anliegervereine existentiell bedrohen. Dagegen werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ankämpfen.

NRW-Athleten zu Gast in St. Laurent-Blangy

Kanuten-Treffen der ungewöhnlichen Art

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Sechs Kanu-Rennsportlern vom WSV Rheine, CC Emsdetten, KC Wiking Bochum und KKM Köln bescherte eine Reise nach Frankreich im Rahmen eines deutsch-französischen Begegnungsprojektes ein ganz besonderes Erlebnis. Dass der viertägige Aufenthalt keine normale Wettkampfreise war, dafür sorgte schon der Anlass: Die Organisatoren vom französischen Kanuclub ASL Canoe Kayak St. Laurent-Blangy im Departement Pas-de-Calais hatten zu einer Regatta zum 100-jährigen Jubiläum der siegreichen Kämpfe in der Region im 1. Weltkrieg eingeladen. Neben den sechs NRW-Athleten und den Teilnehmern aus Frankreich waren auch Delegationen aus Kanada, Australien, Weißrussland und Tunesien der Einladung gefolgt.
Das Besondere dieses Aufenthaltes wurde schon wenige Stunden nach der Ankunft in St. Laurent-Blangy deutlich: Für den Willkommensabend mit vorher verabredeten deutsch-französischem Buffet hatten die NRW-Sportler einige Spezialitäten aus der Heimat mitgebracht. Die fielen derart üppig aus, dass sich am Ende nicht nur die Gastgeber, sondern auch die Athleten aus Kanada und Australien zum Willkommensabend mit einfanden und es bei Pumpernickel, westfälischen Wurstspezialitäten und Aachener Printen zu einem ersten regen Austausch zwischen allen Sportlern kam.

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Bei einer Führung durch das Wassersportzentrum am nächsten Tag erfuhren die deutschen Kanuten Interessantes über das Kanusport-Angebot in der St. Laurent-Blangy und über die Nachwuchsarbeit des dortigen Vereins. Dem schloss sich ein Empfang beim Bürgermeister der Stadt an, bevor am Nachmittag bei einem kurzen Training die Wettkampfstrecke in Augenschein genommen wurde. Am Abend trafen sich unsere Sportler noch mit den Olympia- und WM-Medaillengewinnern Marie Delattre-Demory, Thomas Simart und Adrien Bart zu einem regen Gedankenaustausch über Leistungsförderung, Vereinbarkeit von Training und Studium bzw. Beruf, Nachwuchsgewinnung und vieles andere. Dabei stellten sowohl unsere NRW-Athleten als auch die französischen Gastgeber fest, eine Menge Interessantes erfahren und auch so manches gelernt zu haben.

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Bei den eigentlichen Wettbewerben am Samstag im K1 und im C1 über 150m schafften es unsere NRW-Sportler Maël Rengel, Lea Löffler, Oliver Petrykowski (alle KKM), Lasse Lausberg (WSV Rheine), Lea Körholz (CC Emsdetten) und Eike Grünendieck (KC Wiking Bochum) gegen starke internationale Konkurrenz zwar nicht in die Finals, dennoch präsentierten sie sich in den Viertelfinals achtbar. In einer separaten Junioren-Wertung kamen Lea Körholz auf Rang sechs, Eike Grünendieck auf Rang sieben und Lasse Lausberg auf Platz zehn. Als Einzelstarter erkämpfte Peter Happ (Wuppertal) im Parakanu gar einen dritten Rang.

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Am Sonntagvormittag sah das Programm ein besonders emotionales Ereignis vor: Gemeinsam mit Athleten aus Frankreich, Kanada, Australien und Tunesien besuchte die NRW-Delegation den französischen Nationalfriedhof Notre-Dame-de-Lorette. Der größte französische Soldatenfriedhof hält das Gedenken an die über 43.000 vor einhundert Jahren im 1. Weltkrieg gefallenen und an dieser Stelle beigesetzten französischen Soldaten sowie an die 580.000 Soldaten aus über 40 Nationen, deren Namen im „Ring der Erinnerung“ im internationalen Gefallenenmahnmal eingraviert sind, wach. In kurzen Ansprachen unterstrichen die kanadische Delegation – Soldaten aus Kanada hatten hier im 1. Weltkrieg besonders hohe Verluste zu beklagen – sowie die NRW-Delegation ihre Anteilnahme am Schicksal der damals Gefallenen und hoben die völkerverbindende Rolle des sportlichen Wettstreits hervor, zu dessen Zweck sie in Arras zusammengekommen waren. Symbolisch unterstrichen die Sportler diesen Gedanken, indem sie sich bunt gemischt unter den Teilnehmerländern an den Händen fassten und einen großen Kreis bildeten. Anschließend legten sie vertreten durch jeweils einen Sportler am Fuß des Laternenturms gemeinsam ein Blumengebinde nieder.
Am Nachmittag sorgten dann Rennen im K4, C4 und im C9 mit gemischten Teams aus den anwesenden Nationen für eine begeisternde Wettkampfatmosphäre und viel Spaß. Dabei verpassten die sechs NRW-Athleten gemeinsam mit drei Sportlern vom gastgebenden Verein im C9 nur um rund eine halbe Sekunde das Finale. Beim Abschied war vielfach der Wunsch zu vernehmen, dass man sich bald an gleicher Stelle bzw. bei anderen Wettkämpfen wiedersehen möge.

Text und Fotos: H.-P. Wagner

Olaf Obsommer in NRW

TADSCHIKISTAN - Abenteuervortrag über eine fantastische Reise entlang der Seidenstrasse
Olaf Obsommer kommt wieder nach NRW

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Als die drei schwersten Flüsse galten und gelten der Bashkaus in Sibirien, der Saryjaz in Kirgistan und der Muksu in Tadschikistan. Alle drei haben sich in abgeschiedenen Gebirgen ihren Weg durch tiefe Schluchten und enge Klammen gegraben, weitab jeglicher Zivilisation.
Im September 2017 hat das Team um Olaf Obsommer den letzten noch fehlenden Fluss dieser legendären Liste, den Muksu im Pamirgebirge in Tadschikistan, geknackt. Und die »Triple Crown« hat von der Mannschaft alles abverlangt.

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Fotos: Erik Boomer

Olaf Obsommer berichtet von diesem Abenteuer, das vor acht Jahren mit dem Bashkaus in Sibirien begann. Lassen Sie sich entführen in die wunderbare Welt des Kanusports und kommen Sie mit auf eine fantastische Reise entlang der Seidenstraße in Zentralasien.

Die NRW-Termine zum Vormerken:

11. November Unna - Sport Schröer "Tadschikistan", leider schon ausverkauft!
12. November Unna - Sport Schröer "Tadschikistan"
14. November Köln Mühlheim - Johann-Bendel-Realschule Wassersportfreunde Neptun e.V. "Tadschikistan“
15. November Moers - Lettmann "Tadschikistan“

 Der Trailer gibt besten Vorgeschmack:

 

KV-NRW mit vertreten bei Kampagne "beim Sport gelernt"

Gemeinsames Kampagnenmotiv der Natursportverbände
#beim Sport gelernt

Mit einem ersten gemeinsamen Plakatmotiv präsentieren sich nun die Natursportverbände in NRW im Rahmen der Kampagne "beim Sport gelernt". Mit der Kampagne möchte der Landessportbund NRW deutlich darauf aufmerksam machen, dass Sportvereine wichtige Bildungsakteure sind. Sport und Bildung gehören ebenso zusammen wie Schule und Bildung; der Sportverein vermittelt Kindern und Jugendlichen Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Verantwortlichkeit und Disziplin und lässt sie soziale Fähigkeiten und Kompetenzen erlernen.

Das erste Kampagnenmotiv der Natursportverbände wählt den Spruch "Schöpfung respektieren". Hier finden sich die NRW-Natursportverbände gemeinsam wieder. Sport treiben in der Natur, aber immer im Einklang mit ihr und mit viel Respekt ihr gegenüber. Weitere Infos zur Kampagne gibt es hier: LSB: beim Sport gelernt.

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IG Wassersport unterstützt den Ruhrverband

Die Wasserpest als zunehmende Bedrohung für den Wassersport

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Auch im Baldeneysee ein bekanntes Problem: Elodea, Foto: Ruhrverband

Innerhalb eines Treffens der IG Wassersport Nordrhein-Westfalen (zu der auch wir als Kanu-Verband NRW gehören) hat Frau Dr. Podraza in einem interessanten Vortrag über die Entwicklung der massenhaften Verbreitung von Wasserpflanzen, insbesondere einer Art der Wasserpest, der Elodea Nuttallii, berichtet. Bereits seit mehreren Jahren versucht der Ruhrverband im Baldeneysee aber auch im Kemnader See, im Harkortsee und im Hengsteysee die Pflanzenteppiche einzudämmen, damit Wassersportler weiterhin ihren Sport ausüben können.

Weil alle bisher angewendeten Methoden nicht den gewünschten nachhaltigen Erfolg gebracht haben, hat der Ruhrverband beim NRW-Umweltministerium die Förderung eines Forschungsvorhabens zur Eindämmung der Wasserpest beantragt. So soll u. a. geprüft werden, ob die Ansiedlung von Armleuchteralgen auf dem Seegrund dazu führt, dass Elodea und andere Arten, die bis zur Wasseroberfläche wachsen, zurückgedrängt werden. Denn die Armleuchteralgen werden nur bis zu 50 cm hoch und behindern somit den Wassersport nicht.
Der Ruhrverband berichtet über die Problematik „Elodea Nuttallii“ ausführlich auf seiner Homepage unter http://www.ruhrverband.de/fluesse-seen/stauseen/elodea/.

Die Wassersport treibenden Verbände in der IG Wassersport begrüßen und unterstützen aktiv die Anstrengungen des Ruhrverbandes, da die Pflanzenteppiche nicht nur auf den Ruhrstauseen zunehmend die Sportausübung und die Durchführung von Regatten oder anderen Veranstaltungen behindern.

Unsere Partner

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Termine

Sonntag 24.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Montag 25.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Dienstag 26.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Mittwoch 27.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Donnerstag 28.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Freitag 29.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Samstag 30.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Sonntag 31.12.2017
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5
Sonntag 31.12.2017
Silvesterfahrt
Fahrtenprogramm Bezirk 1
Montag 01.01.2018
3. Bezirksfahrt 2018 Wupper
Fahrtenprogramm Bezirk 5

Kurse der Kanuschule

Viele Kurse für das Jahr 2018 sind schon jetzt auf der Homepage der Kanuschule NRW zu finden und es werden laufend mehr, schaut doch schon einmal vorbei:

Kanu Einführungskurse 2018 -  hier geht es zu den Einführungskursen im nächsten Jahr, Schnuppertage auf der Lippe oder Einführungen in das Eskimotieren.

Kanu Fortbildungsangebote 2018 - hier wird jeder fündig, der sich effizient fortbilden möchte, für alle Paddler, Lehrer, Erlebnispädagogen ...

News "Junge Paddelpiraten - Abenteuer im Kanu"

Kontakt

Kanu-Verband Nordrhein-Westfalen e. V.
Friedrich-Alfred-Strasse 25
47055 Duisburg

con tel +49 203 7381-653
 con fax +49 203 7381-650
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