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Castroper TV als "best-practice-Beispiel" der Vereinsentwicklung

Vereinsporträt Castroper TV 1874, Abteilung Kanu
Wiedererwecktes Engagement brachte die Wende

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                                  Mit den "Paddelpiraten" ging es los

Noch vor vier Jahren galt die Kanuabteilung des Castroper Turnvereins 1874 e. V. wohl eher als „graue Maus“ in der Vereinslandschaft Nordrhein-Westfalens. Die Mitgliederzahl dümpelte bei etwa 40 so vor sich hin, Vereinsaktivitäten ließen zu wünschen übrig und von einer Jugendarbeit konnte erst recht keine Rede sein. Heute, vier Jahre später, ist der Verein kaum wiederzuerkennen.
Kanu-Abteilungsleiter Oliver Kalweit muss sich manchmal selbst kneifen, ob das wahr ist, was seit 2015 passiert ist. Den damals 37-Jährigen hatte die missliche Situation im Verein gestört und so entschloss er sich kurzerhand, die Leitung der Kanuabteilung zu übernehmen. Die Bedingungen beim Start waren alles andere, als man sich bei der Übernahme einer neuen Funktion wünscht: Unter den mehr oder weniger aktiven etwa 40 Vereinsmitgliedern fanden sich gerade mal vier Kinder – passive Mitglieder –, es gab keine Übungsaktivitäten und schon gar keinen Wettkampfbetrieb, es mangelte an Material und von der Kanuabteilung nahm kaum jemand Notiz – wahrlich keine guten Voraussetzungen für eine florierende Vereins- und Jugendarbeit. Oliver Kalweit ließ sich dadurch nicht beirren, sondern nahm die Herausforderung an und hielt trotz aller Widrigkeiten an seinem Credo fest: „Eine tolle Zeit im und am Bootshaus verbringen zu können – das ist es, was ich den Kindern und Jugendlichen bieten möchte. Sie sollen spüren, dass sie mit dem Bootshaus einen Ort haben, wo sie ihre Freunde treffen, gemeinsam Spaß haben und die Freizeit sinnvoll verbringen können.“ Und er sagte sich damals, wenn schon Neuanfang, dann richtig. Ihm schwebte vor, die Kanuabteilung in vier Sparten zu entwickeln: Kanu-Rennsport, Kanu-Polo, Wildwasserrennsport und Kanuwandern, „so dass für jeden etwas dabei ist“, wie er sagt.

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Piraten-Wochenende geriet zum Highlight
Er selbst ging mit gutem Beispiel voran und erwarb als erstes 2016 den C-Trainerschein Kanu-Rennsport. Ihm war aber auch klar, dass er seine Vision nicht allein erreichen konnte, sondern sich auf die Suche nach Mitstreitern machen musste. „Ich hab‘ mir damals die Liste der Mitglieder, die gekündigt hatten, vorgenommen und begonnen die Leute abzutelefonieren, ob sie nicht wieder in den Verein kommen möchten.“ Die Idee ging auf: Er konnte tatsächlich einige dazu animieren, sich wieder im Verein zu engagieren. Und er fand neue Mitstreiter, einen sogar in der Jagdhorn-Bläsergruppe, in der er mitwirkte, und von dem er nicht wusste, dass er Rennsporttrainer beim FS98 Dortmund war. Heute ist sein Bläser-Kollege ebenfalls beim Castroper TV, eine andere Mitstreiterin kam vom KEL Datteln. „Ich hab‘ schnell gemerkt, dass die Leute gern dorthin gehen, wo sich was tut“, sagt Oliver Kalweit. Das trifft auch auf die Mitgliederwerbung zu. Den Castropern kam damals eine neue Initiative unseres Verbandes zur Hilfe. Oliver Kalweit und seine mittlerweile gefundenen Mitstreiter schlossen sich der Kampagne „Junge Paddelpiraten – Abenteuer im Kanu“ an und organisierten im Mai 2016 ein Piratenwochenende am Bootshaus, an dem 45 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren teilnahmen und bei Sport, Spiel und Spaß ein tolles Erlebnis hatten. Der damalige Vorsitzende des Gesamtvereins Reinhard Nimz meinte nach dem Wochenende: „Wir fanden, dass ein solches Piraten-Event für uns der passende Einstieg ist. Wir haben entsprechend Werbung in den Schulen und in der Nachbarschaft dafür gemacht. Das hat offenbar die Kinder angezogen, die Resonanz aber hat uns echt überrascht, mit einer solchen Teilnehmerzahl hatten wir nicht gerechnet.“ Erfreulich war obendrein, dass sich direkt nach dem Piratenwochenende 6 Kinder für einen Vereinsbeitritt entschieden, die wiederum 4 weitere Kinder mitbrachten. Aus indirekter Resonanz zu dieser Veranstaltung kamen außerdem 8 weitere Neulinge hinzu, so dass der Verein insgesamt 18 neue Kinder und Jugendliche begrüßen konnte. Außerdem traten im Zuge dessen auch einige Eltern dem Verein bei.

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2016 nahmen die Castroper mit ihren Booten auch am Freibadfest in Castrop-Rauxel teil. So mancher wurde da auf den Kanusport aufmerksam und nutzte die Möglichkeit, ein paar Versuche im Paddelboot zu wagen. Im Ergebnis gewann der Verein weitere 10 neue Mitglieder, selbst Kinder aus anderen Abteilungen des Gesamtvereins wechselten zum Kanu. „Als die Kinder nun wieder zu uns kamen, mussten wir natürlich auch anfangen ein Trainerteam aufzustellen“, erzählt Oliver Kalweit. Er selbst kümmerte sich um das Rennsport-Training, noch im gleichen Jahr nahm er mit einigen seiner Schützlinge erstmals wieder an einer Regatta teil. In dem früheren Wildwasser-Fahrer Jan Schendekehl fand er einen jungen Mann, der sich für Kanu-Polo interessierte und 2016/17 die Trainer C-Ausbildung in der Sparte Kanu-Polo absolvierte. Die Castroper sind dann zur Kanu-Gesellschaft Wanderfalke Essen gefahren, haben sich dort das Polotraining angeschaut, Lust bekommen und sodann die Sparte bei sich im Verein eingeführt. Über eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion beschafften sie sich Tore und Equipment. Noch ist die junge Sparte beim Castroper TV im Aufbau, noch hat der Verein nicht genügend Spieler, um in den einzelnen Altersklassen komplette Mannschaften bilden zu können. Der Kontakt zum Polo-Fachwart des Kanu-Verbandes NRW aber ist hergestellt, als nächstes soll es sozusagen als Premiere für die neue Vereinssparte ein Freundschaftsspiel geben.

Rennsport-Nachwuchs verzeichnet erste Erfolge
Rasant voran ging es auch im Kanu-Rennsport. 2017 war der Verein bereits auf fünf Regatten vertreten und in diesem Jahr fuhren die jungen Rennsportler erste bemerkenswerte Erfolge ein: Bei der NRW-Landesmeisterschaft in Duisburg gewann der 12-Jährige Liam Buch die Mehrkampf-Wertung im Kajak, bei den 12jährigen Mädchen gab es einen zweiten Platz und in den Wettbewerben der Schülerspiele in der AK 8 und der AK 10 Gold und Bronze. Nur mit den Resultaten der Schüler B und C belegten die jungen Kanuten vom Castroper TV in der NRW-Nachwuchswertung einen komfortablen 16. Platz unter 26 Vereinen. Darüber hinaus trainieren derzeit zwei Mädchen in einem vom Duisburger Stützpunkttrainer André Brendel geleiteten landesweiten Projekt „Canadier Mädchen“ mit. „Wir versuchen, die Inhalte über den Spaß zu vermitteln“, beschreibt Oliver Kalweit das „Erfolgsrezept“, und das tun sie durchaus über die Spartengrenzen hinweg. So sind die Rennkanuten auch schon mal im Wildwasserboot unterwegs. „Bei uns lernen auch alle Kinder das Rollen“, so der Kanu-Abteilungsleiter.

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Die Aktivitäten beschränken sich dabei längst nicht nur auf den Wettkampfsport. Mittlerweile hat sich im Gesamtverein auch wieder eine rege, Sportart übergreifende Jugendarbeit etabliert. Jana Weiland, eine 20-jährige angehende Erzieherin und Trainerin C, übt neben der Betreuung der Anfängergruppe im Verein seit einem Jahr das lange Zeit nur auf dem Papier existierende das Amt der Jugendwartin mit viel Engagement und Ideen aus. „Ich wollte, dass die Jugendfreizeitaktivitäten im Verein wieder anlaufen. Ein Vereinsleben war ja kaum existent, die Kinder kannten sich zum Teil nicht einmal“, schildert Jana Weiland ihre damaligen Überlegungen. Sie hat mit dafür gesorgt, dass der Verein seine Jugendordnung überarbeitet hat und die Jugendlichen überhaupt ein eigenes Budget bekommen haben. Auch war sie mit den Kids bei verschiedenen Maßnahmen unterwegs, so z. B. zu Beginn dieses Jahres mit 55 Kindern im Trampolinpark Superfly in Dortmund, in der Kletterhalle und mit 30 Kindern zu einem Erlebniswochenende am Möhnesee. Von all diesen Veranstaltungen nahm sie ein positives Feedback mit. „Mir gefällt es sehr, den Kindern etwas beizubringen“, meint Jana. So ist es nur folgerichtig, dass sie inzwischen auch mal bei der Gruppenhelfer-Ausbildung im KV NRW mitwirkt.
Die Vereinsaktivitäten beschränken sich aber nicht nur auf die Kinder- und Jugendlichen. Für die Erwachsenen ist unter Leitung von Wanderwartin Antje Reschke montags ab 18 Uhr ein Angebot „After Work Paddeln“ eingerichtet worden, das von durchschnittlich 20 Mitgliedern dankbar angenommen wird. Ihm sei wichtig, dass „nicht einer alles allein macht, sondern die Aktivitäten auf viele Schultern verteilt werden und die Verantwortung jeweils klar geregelt ist. Die Frage ist stets, wer übernimmt eine Aufgabe freiwillig, so identifizieren sich alle mit ihren Aufgaben und niemand fühlt sich überlastet“, betont Oliver Kalweit. So gelang es auch, neben Jan Schendekehl als Polotrainer zwei Jugendliche in die Gruppenhelfer-Ausbildung zu entsenden sowie zwei Fahrtenleiter zu gewinnen.

Gestiegenes Renommeé strahlt ins Umfeld
Auch in den Räumen des Bootshauses ist inzwischen wieder mehr los. Seitdem die Räumlichkeiten renoviert und damit auch für Vermietungen geeignet sind, fühlen sich die Leute wieder wohl. Die Castroper denken schon über weitere Investitionen nach, denn im Sanitärbereich (Umkleiden, Duschen und Toiletten) stößt man angesichts der erheblich gestiegenen Mitgliederzahl von rund 40 im Jahr 2015 auf heute 125 bereits an die Grenzen. In der Stadt Castrop-Rauxel hat das Renommeé des Vereins ebenfalls zugenommen. Der Stadtsportbund unterstützte die Kanuabteilung bei der dringend notwendigen Anschaffung von Bootsmaterial, der Beach Club gegenüber dem Bootshaus überließ dem Verein kostengünstig Hallenkapazitäten, eine Kooperation mit der Volksbank Waltrop brachte eine Spende von 1000 Euro ein, die GTÜ-Prüfstelle Castrop-Rauxel finanzierte die Polowesten und einige weitere Aktionen und Kooperationen brachten ebenfalls Spenden ein. Mittlerweile kommen Sponsoren sogar von sich aus auf den Verein zu. So wird in Kürze am Bootshaus eine Werbetafel auf die Stadtwerke Castrop-Rauxel hinweisen.
Trotz aller Dynamik in der Vereinsentwicklung in den letzten Jahren gehen Oliver Kalweit und seinen Mitstreitern die Ideen noch lange nicht aus. Im vergangenen Jahr hat sich der Verein der NRW-Kampagne „Zeig dein Profil! Vereinsentwicklung 2020“ angeschlossen. Im engen Austausch mit anderen Vereinen und dem Landesverband sollen dadurch Reserven und Aktionsfelder vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit erschlossen werden. Inklusion und Integration sind die Stichworte, wo sich die Castroper derzeit um Fördergelder bemühen, um z. B. einem Sportler mit Handicap das Training zu ermöglichen und einem jungen Rennsportler aus dem Iran, der nach seiner Flucht in Castrop eine neue Heimat und im Verein eine neue „Familie“ gefunden hat, zu unterstützen.
Auch wenn der Castroper Turnverein 1874 e. V. in den vier Jahren vielleicht noch nicht so bekannt geworden ist wie ein „bunter Hund“, eine graue Maus aber ist er längst nicht mehr.

Hilfe für Vereine, sich zukunftsorientiert aufzustellen gibt es bei uns:
Das Projekt „Vereinsentwicklung 2020 in der Kinder- und Jugendarbeit“ wird weiterhin durchgeführt. Vereine aus NRW, die sich ihrer Stärken bewusst werden und ihre Kinder- und Jugendarbeit weiterentwickeln möchten, sind jederzeit herzlich willkommen. Infos bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Vereinsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit 2020.

Wer mehr über das Crowdfunding-Projekt des Castroper TV erfahren möchte, wird in der aktuellen "Wir im Sport" des LSB fündig: Wir im Sport - Crowdfunding.

Die zweite Runde zur Vereinsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit startet

"Zeig dein Profil" - gefördert von der Staatskanzlei NRW, Abteilung Sport und Ehrenamt

Wir suchen Vereine, die ihre Kinder- und Jugendarbeit stärken möchten

foto vereinsentwicklung bersicht

Gleich auf mehrere Jahre ist das Prestigeprojekt der Sportjugend NRW angelegt: "Vereinsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit 2020". Hier ist der Name Programm und so begleiten auch wir mir der KanuJugend NRW weiter unsere Vereine, die in 2017 bei der Pilotphase des Projektes dabei waren. Die Fördergelder für alle Beteiligten sind noch einmal erhöht worden und so freuen wir uns, dass wir uns im zweiten Schritt auf die erneute Suche nach weiteren teilnehmenden Vereinen begeben können. 

Wir suchen deshalb 7-10 unserer Mitgliedsvereine aus NRW, die sich mit ihrer eigenen Kinder- und Jugendarbeit auseinander setzen und neue Wege einschlagen möchten. Ziel ist es, die Vereine in der sportlichen und außersportlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen. Kanu-Verband NRW, KanuJugend NRW und Sportjugend NRW möchten hier unterstützend tätig werden.

Wir helfen während des Projektes zunächst den ausgewählten Vereinen, ihr eigenes Profil zu erstellen. Damit machen sie sich bewusst, wie gut sie bereits aufgestellt sind und wo ihren Stärken liegen. Dabei werden Themen wie das sportliche und außersportliche Angebot angesprochen oder auch das Netzwerken, die Stärkung der ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Strukturen innerhalb der Jugendabteilung. In einem zweiten Schritt möchten wir die Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam weiterentwickeln. Dabei wird es in jedem Verein sicher zu einem anderen Schwerpunkt kommen. Die aufkommenden Fragen, die lauten können „Wie stelle ich meine Jugendabteilung gut auf?“, „Welche Fahrten oder Veranstaltungen sollte ich anbieten, damit sie gut besucht werden?“ oder vor allem „Wie binde ich meine Jugendmitglieder an unseren Verein und finde neue?“ möchten wir gemeinsam positiv beantworten.

In der Pilotphase 2017 haben wir gemerkt, dass schon der Austausch der teilnehmenden Vereine untereinander viel erreichen kann. Dazu kommt, dass wir gezielt über Fördermöglichkeiten informieren können, mögliche Kooperationspartner vermitteln oder Strukturen transparenter machen können. Je nach Anforderung können wir auch dabei mithelfen, Angebote der Vereine öffentlichkeitswirksam umzusetzen oder auch Vereinsberatungen organisieren. Das Spektrum ist groß und für jeden Verein individuell einsetzbar.

Seid Ihr in diesem Jahr als Verein interessiert beim Projekt mitzumachen und neue Ideen umzusetzen? Dabei ist es egal, ob Ihr im Breitensport oder Leistungssport angesiedelt seid, ob Ihr Mehrspartenverein seid oder eine große oder kleine Jugendabteilung habt. Wir freuen uns auf Euch!

Bei Interesse meldet Euch gleich bei unserer Fachkraft für die KanuJugend NRW, Sandra Scholzen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0203/7381-654 für das Projekt an. Natürlich beantwortet sie auch gerne alle Eure Fragen und gibt weitere Auskünfte über das Projekt.

Kinder- und Jugendarbeit in der KanuJugend NRW stärken

Vereinsentwicklung 2020 in der Kinder- und Jugendarbeit
KanuJugend NRW beteiligt sich an Pilotprojekt "Zeig dein Profil"

foto plakate

foto vorstellung castroper tv
Jana Weiland vom Castroper TV stellt das Profil der Jugendabteilung vor

Im Sommer diesen Jahres stand fest, dass wir als einer von sechs Fachverbänden und sechs Kreis- und Stadtsportbünden ausgewählt wurden am Pilotprojekt der Sportjugend NRW des Landessportbundes NRW teilzunehmen. "Zeig dein Profil" heißt die ausgeschriebene Maßnahme, in der es um die Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit direkt in den Vereinen NRW´s geht. Die Pilotmaßnahme 2017 im Projekt "Vereinsentwicklung 2020" wird durch die Staatskanzlei NRW, Abteilung Sport und Ehrenamt, gefördert. Unterstützung in der Umsetzung ihrer Arbeit erhalten die teilnehmenden Vereine von der KanuJugend NRW, dem Kanu-Verband NRW, der Sportjugend NRW und dem Landessportbund NRW. Ziel ist es, dass unsere Kanu-Vereine ihr eigenes, unverwechselbares Profil erkennen, es aktiv nach außen darstellen und (wo nötig), es bearbeiten und schärfen.

Ein erster Schritt zur Umsetzung des Projektes hat nun begonnen, denn nach der Ausschreibung des Projektes fanden sich rasch neun Vereine, die noch in diesem Jahr dabei sein wollen. Eine bunte Mischung an Kanusport-Vereinen aus NRW ist es nun geworden, sie verkörpern wie vielfältig die Kanulandschaft ist und wie abwechslungsreich das Angebot in der Kinder- und Jugendarbeit. Mit im Boot sind: der Castroper TV, der KV Ahlen, der Oberhausener Kanu-Verein, der Kanu Klub Zugvogel Essen, der Mülheimer Kanusportverein, die Freien Kanufahrer Marl, der SC Bayer 05 Uerdingen, die Kanu-Sport Gemeinschaft Köln und der Post Sportverein Bonn.

foto mkv

foto okv
MKV und OKV zeigen ihr Vereinsprofil

Am letzten Wochenende stand nun ein erster Workshop an, zunächst sechs Vereine sowie die 2. Landesjugendwartin Svea Guntermann und die zwei Fachkräfte der KanuJugend Hans-Peter Wagner und Sandra Scholzen trafen sich zum Austausch beim Mülheimer Kanu-Verein. In einem ersten Schritt sollten die derzeitigen Profile der einzelnen Vereine im Mittelpunkt stehen. Was bietet jeder im sportlichen Bereich an, was im Außersportlichen, gibt es genügend Mitglieder in der Jugendabteilung und verfügt man überhaupt über genügend helfende Hände, um eine tolle Kinder- und Jugendarbeit anzubieten. Schnell kamen die teilnehmenden Vereine ins Gespräch und tauschten aus, was jeder Einzelne auf die Beine stellt, um erfolgreich zu sein. Hier war sofort klar, dass, auch wenn die Vereine verschiedenen Sparten oder Ausrichtungen zuzuordnen waren, es dennoch zahlreiche Übereinstimmungen und Problematiken gibt.

Eins ist sicher, unsere Kinder- und Jugendarbeit in unseren NRW-Vereinen ist schon sehr gut, viele engagierte Köpfe setzen sich für die Jugend ein, aber - es gibt auch gleich viele Ideen, wo man es noch ein wenig besser machen kann. Pauschal lässt sich nicht für alle beteiligten Vereine der gleiche Ansatz finden, spannend werden die Umsetzungsideen aber allemal. Und neben den Themen Sponsoring, Teambuilding, Öffentlichkeitsarbeit und Qualifizierungen der Jugendmitarbeiter wurden noch vielzählige weitere Aspekte lebhaft diskutiert. Nun geht es an die Abstimmung, was für welchen Verein zunächst im Mittelpunkt stehen wird, wir freuen uns auf die Umsetzung.

Wer Fragen zum Projekt hat und sich gerne ebenfalls an die Profilbildung in seiner Kinder- und Jugendabteilung machen möchte, wendet sich an unsere Fachkraft für die KanuJugend NRW, Sandra Scholzen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0203-7381654.

Tolles Projekt zur Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in unseren Vereinen

„Vereinsentwicklung 2020 in der Kinder- und Jugendarbeit“ der KanuJugend NRW
Ein Pilotprojekt mit der Sportjugend NRW

foto vereinsentwicklung bersicht

Seit Ende September führt die KanuJugend NRW das gemeinsame Pilotprojekt zur „Vereinsentwicklung 2020“ mit der Sportjugend NRW und acht NRW-Kanu-Vereinen durch. Gemeinsam mit der Landesjugendwartin Svea Guntermann und den Fachkräften der Jugend in der KanuJugend NRW, Hans-Peter Wagner und Sandra Scholzen, starteten die beteiligten Vereine mit einem tollen Workshop, der dank des regen Austausches der Vereine gleich viel Input für alle lieferte. Dazu wurden am ersten Tag mit Hilfe der Mappen „Zeig dein Profil“ der Sportjugend NRW die Profile der Vereine erstellt. Anhand verschieden farbiger Bausteine konnten schnell die einzelnen Bestandteile der Vereinsarbeit zugeordnet werden und bald war klar, dass unsere beteiligten Vereine in allen fünf Bausteinen, von der Struktur innerhalb ihrer Jugendabteilung, über die sportlichen und außersportlichen Felder bis hin zur Netzwerk- und Ehrenamtsarbeit bereits gut aufgestellt sind. Die bunten Profilierungen machten deutlich, welch wertvolle Erziehungsarbeit bei den Kindern und Jugendlichen sie bereits übernehmen und dass sie sich damit durchaus als wichtiger Bildungsakteur innerhalb der Bildungslandschaft in NRW sehen dürfen. Ein schöner Aha-Effekt für unsere Vereine, die so auch in Zukunft gegenüber möglichen Partnern oder Sponsoren auftrumpfen können.

foto vorstellung castroper tvJana Weiland und Oliver Kalweit vom Castroper TV präsentieren ihre Vereinsprofilierung

Aber Vereinsentwicklung ist auf einen längeren Zeitraum angelegt und so wurden im Profilbild eines jeden Vereins gleich auch gelbe Bausteine, die für Neuerungen und Entwicklung stehen, eingesetzt. Im Laufe der Monate, in denen das Projekt mittlerweile läuft, sind so viele spannende Ergebnisse zusammengekommen. Unsere Vereine haben nicht selten die Kinder- und Jugendarbeit in vielen unterschiedlichen Punkten verstärkt. Vom Ausbau ihrer Umkleidekabinen, bis hin zu neuen außersportlichen Angeboten für die Kinder oder Beratungsterminen zu Themen wie Sponsoring, um die nötigen Gelder für wichtiges Jugendmaterial zu beschaffen, war so ziemlich alles beim Projekt vertreten. Einiges konnte mit den Fördergeldern des Projektes angeschafft werden, das dankenswerter Weise von der Staatskanzlei NRW, Abteilung Sport und Ehrenamt, zur Verfügung gestellt wird.

Die KanuJugend NRW wertet das Pilotprojekt schon jetzt als Erfolg und besonders freuen wir uns über die Entwicklung und die vielen kleinen Veränderungen, die aufgetreten sind. Wir haben mit den Fachkräften der KanuJugend NRW einen viel engeren Draht zu den Vereinen und seinen Ehrenamtlichen, es konnten Anträge zur KJP-Mitteln neu eingereicht werden, ein neuer KiK-Verein ist mit dem Castroper TV dazu gekommen und die Jugend- und Übungsleiter sind an vielen Stellen in einen direkten Dialog mit ihren Jugendgruppen eingestiegen. Sie haben gemeinsam entwickelt, wo ihre Stärken liegen und wo sie sich in Zukunft noch verbessern möchten. So können sie ihre eigenen Jugendabteilungen und den Zusammenhalt an vielen Stellen optimal stärken und sehen sich schon jetzt sehr gut aufgestellt in ihrer eigenen Kinder- und Jugendarbeit im Verein. Dennoch hoffen alle, dass es im nächsten Jahr weitergeht, denn Ideen für eine „Vereinsentwicklung 2020 in der Kinder- und Jugendarbeit“ gehen allen Beteiligten nicht so schnell aus.

Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich jederzeit an unsere Fachkraft für die KanuJugend NRW wenden, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0203-7381654.

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NRW-Vereine für Projekt zur Vereinsentwicklung gesucht

Vereinsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit - „Zeig Dein Profil“
Kanu-Vereine aus NRW gesucht

foto zeig dein profil

Die KanuJugend NRW nimmt ab August 2017 an einem Pilotprojekt der Sportjugend NRW teil. Im Mittelpunkt steht das Thema der Vereinsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit. Wir suchen dazu 7-10 unserer Mitgliedsvereine aus NRW, die sich mit ihrer eigenen Kinder- und Jugendarbeit auseinander setzen und neue Wege einschlagen möchten. Ziel ist es, Vereine in der sportlichen und außersportlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen. Kanu-Verband NRW, KanuJugend NRW und Sportjugend NRW möchten hier unterstützend tätig werden.

Wir helfen während des Pilotprojektes zunächst den ausgewählten Vereinen darin, ihr eigenes Profil zu erstellen und sich ihrer Bausteine in der Kinder- und Jugendarbeit sicher zu sein. In einem zweiten Schritt möchten wir die Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam weiterentwickeln. Dabei wird es in jedem Verein sicher zu einem anderen Schwerpunkt kommen. Die aufkommenden Fragen, die lauten können „Wie stelle ich meine Jugendabteilung gut auf?“, „Welche Fahrten oder Veranstaltungen sollte ich anbieten, damit sie gut besucht werden?“ oder vor allem „Wie binde ich meine Jugendmitglieder an unseren Verein und finde neue?“ möchten wir gemeinsam positiv beantworten.
Bei der Umsetzung neuer Ideen können wir mit unserer Arbeit unterstützen, sei es über Fördermöglichkeiten zu informieren, mögliche Kooperationspartner ins Boot zu holen oder bei der Mitarbeitergewinnung zu helfen. Je nach Anforderung können wir auch dabei mithelfen, Angebote der Vereine öffentlichkeitswirksam umzusetzen oder auch Vereinsberatungen zu organisieren.

Seid Ihr als Verein interessiert beim Projekt mitzumachen und neue Ideen umzusetzen? Dabei ist es egal, ob Ihr im Breitensport oder Leistungssport angesiedelt seid, ob Ihr Mehrspartenverein seid oder eine große oder kleine Jugendabteilung habt. Wir freuen uns auf Euch!

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