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Der Rhein zwischen Köln und Düsseldorf lud zur NRW-Kanu-Rallye 2023

50. NRW-Kanu-Rallye
Traditionsreiche Gemeinschaftsfahrt auf neuen Wegen

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Die Jubiläumsrallye führte am 23. April Paddler aus NRW, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz nach vierjähriger Pause wieder auf den Rhein. In Sachen Strecke, Etappenziele und Ablauf eigentlich ein über Jahre gewohntes Procedere, und doch war diesmal einiges anders.

So stand schon der übliche Startort beim Kanu-Club Zugvogel in Köln-Zündorf dieses Jahr nicht zur Verfügung. Es musste also ein anderer Verein mit geeignetem Gelände gefunden werden. NRW-Wanderwart Marc Huse begab sich auf die Suche und wurde wenige Kilometer stromabwärts am linken Rheinufer beim Rhein Kanu Club Köln 1923 e.V. in Köln-Rodenkirchen fündig. Das passte insofern trefflich, als auch der RKC in diesem Jahr mit dem 100-jährigen Bestehen ein Jubiläum feiert.

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Alle Details zum Rahmenprogramm am Samstag (mit einem SUP-Workshop und einer actionreichen Einführung ins Kanu-Freestyle) und einem tollen Erfahrungsbericht zur 50. NRW-Kanu-Rallye findet Ihr hier:

 

Neu in diesem war der Anmeldeprozess samt Überweisung der Teilnehmergebühr, hierfür wurde ein Online-Portal genutzt, was den Organisatoren die Arbeit wesentlich erleichtert und letztlich auch für einen zügigeren Ablauf gerade bei der Registrierung der Boote unmittelbar vor dem Start gesorgt hat, wenngleich die neue Regelung noch nicht alle begeistern konnte. Immerhin aber hielt sich die Zahl der Vor-Ort-Anmeldungen am Sonntagmorgen doch deutlich in Grenzen.

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Für ein weiteres Novum sorgte eine häufig geäußerte Anregung der Rallye-Paddler und zugleich gängige Praxis bei vielen Gemeinschaftsfahrten, wo oftmals ein Abend mit gemütlichem Beisammensein mit zum Programm gehört. Das fehlte bislang bei der NRW-Rallye, daher ließ sich der NRW-Wanderwart für den Samstag vor der Jubiläumsfahrt ein kanusportliches Rahmenprogramm mit drei Workshops einfallen. Für den Abend bot der RKC die Versorgung mit Imbiss und Getränken an. Während der Workshop „Umweltverträglicher Paddelsport“ mangels Anmeldungen leider ausfallen musste, fanden ein SUP- sowie ein Freestyle-Workshop mit 11 bzw. 6 Teilnehmern statt. Unter Leitung von Eva Kaletsch sowie den Freestyle-Nationalteam-Athletinnen Naya Daruwala und Nele Barwich konnten die Paddlerinnen und Paddler dabei ihre SUP- bzw. Freestyle-Kenntnisse sowie ihr Können bei verschiedenen praktischen Übungen auf dem Wasser erweitern. Ein gemütlicher Plausch der rund 50 bereits am Samstag angereisten Rallye-Teilnehmer über allerlei Kanuthemen am Abend im RKC-Bootshaus rundete das Rahmenprogramm ab.

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Am Morgen des eigentlichen Rallyetages bot sich dann entgegen dem beschaulichen Vortag auf dem RKC-Gelände ein völlig anderes Bild: Überall wurde eifrig herumgewuselt, Boote, Paddel und Ausrüstung hergerichtet, Startnummern aufgeklebt und sodann die Boote zur Einsatzstelle gebracht. Möglichst pünktlich aufbrechen hieß die Devise. Der Zeitfaktor schien nun das Zepter zu übernehmen, galt es doch für die einzelnen Strecken zu Bronze (20,3 km), Silber (37,5 km) und Gold (57,2 km) jeweils ein vorgegebenes Zeitlimit von drei, fünf bzw. sieben Stunden einzuhalten. Im Gewimmel an der Einsatzstelle übersah der oder die eine oder andere, dass vor der Abfahrt noch die Startzeit auf der Startkarte eingetragen werden musste, was für jene, die schon abfahrbereit im Boot saßen letztlich bedeutete, noch einmal auszusteigen und das Versäumte nachzuholen. Insgesamt machten sich 310 Boote inklusive eines Gummikajaks und eines Outrigger-Kanus sowie SUPs auf den Weg.

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Per SUP den Rhein bezwungen

9.36 Uhr: Mit dem Eintrag der Zeit auf der Startkarte kann es auch für mich und meine Vereinskameraden vom KKM Köln losgehen. Wir haben uns die Goldstrecke vorgenommen, d. h. bis kurz nach halb fünf sollten wir am Ziel sein. Der Rhein trägt uns mit flotter Strömung der Kölner

Innenstadt entgegen, willkommener Rückenwind tut sein Übriges. Auch das Wetter meint es gut mit uns, eventuelle Regenschauer sind erst für den Nachmittag angekündigt. Nach etwa einer Dreiviertelstunde ist das Stadtzentrum erreicht. Mein Versuch, das Panorama mit den Kranhäusern, Dom und Hohenzollernbrücke aufs Foto zu bannen, ist nicht so recht von Erfolg gekrönt, zu sehr tänzelt mein Boot in den Wellen hin und her und auf und ab. Die Aufnahmen erweisen sich später leider als etwas unscharf. Als Köln hinter uns liegt und wir uns dem riesigen Leverkusener Chemiekomplex nähern, klappt es dann besser. Statt weltberühmter Stadtkulisse bleibt mir somit eine Industrielandschaft als fotografische Ausbeute. Durch meine Fotoversuche habe ich inzwischen den Anschluss an unsere KKM-Truppe verloren.

11.30 Uhr: Am Kontrollpunkt Bronzeziel beim VfK Bayer Leverkusen stelle ich beruhigend fest, ich bin im Zeitlimit. Meine KKM-Mitstreiter allerdings sind schon wieder auf und davon. Ich komme kurz mit Karsten Leven, Einzelpaddler aus Solingen, ins Gespräch. Er war auf dem SUP-Board unterwegs und beendete wie geplant am Bronzeziel die Rallye. Am Vortag hatte er beim Workshop erste Erfahrungen auf dem Rhein gesammelt und nun bereits die ersten 20 Kilometer auf dem Strom gemeistert. „Die Durchfahrt durch Köln war schon heftig. Ich musste größtenteils im Knien paddeln. Nach der Mülheimer Brücke ging es dann, da konnte ich wieder aufstehen. Ich bin vollauf zufrieden, aber auch ziemlich kaputt“, so sein Fazit.

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Nachdem der vom Wasser aus spektakuläre, halbfertige Neubau der Leverkusener Brücke durchfahren ist, geht’s nun weniger spektakulär zu. Von rechts nimmt der Rhein die Wupper auf, dann passieren wir links den Chempark Dormagen und wenig später präsentiert sich rechtsrheinisch Monheim mit dem modernen Antlitz seiner Rheinpromenade. Am linken Ufer kündet die schlanke Turmspitze der St. Martinus-Kirche von der mittelalterlichen Feste Zons und kurz darauf signalisieren zahlreiche am Ufer liegende Kajaks den Kontrollpunkt Silberziel beim WSC Bayer Dormagen.

13.24 Uhr: Rund dreieinhalb Stunden für 37,5 Kilometer – ich bin weiterhin im Plan und habe die Gewissheit, auch die restlichen knapp 20 Kilometer im vorgesehenen Zeitkorridor bewältigen zu können. Das Getränke- und Imbissangebot einschließlich leckeren Kuchens bei den Sportfreunden des WSC veranlasst viele Rallyepaddler, hier eine Mittagspause einzulegen. Fritz Rademacher von der Kanuabteilung des VfL Hüls beendet dagegen gemeinsam mit drei Vereinskollegen am Silberziel seine erste NRW-Rallye auf dem Rhein. „Es ging erstaunlich schnell, anders als auf der Ruhr oder der Lippe. Nur gegen Ende hat es sich doch ganz schön gezogen“, meint er zu seiner Premiere auf dem großen Strom.

Wieder im Boot geht es nun über Düsseldorf-Benrath und unter der imposanten Fleher Brücke der A 46 hindurch vorbei an Düsseldorf-Volmerswerth schnurstracks dem Goldziel bei der Düsseldorfer Paddlergilde entgegen. Schnurstracks trifft es nicht ganz, denn ab und an erschwert ziemlicher Gegenwind das Paddeln auf einigen Kilometern. Mittlerweile zieht auch die eine oder andere dunkle Wolke über den Rhein, der Regen bleibt zum Glück aber noch aus.

Premiere mit positivem Fazit

15.45 Uhr: Das Ziel ist erreicht! Die Sportfreunde von der Paddlergilde helfen beim Anlanden und vor allem beim nicht ganz einfachen Erklimmen der Uferböschung. Auf dem Vereinsgelände herrscht geschäftiges Treiben, überall werden Boote und Ausrüstung zusammengepackt und verladen. Auch meine KKM-Kollegen sind schon abfahrbereit. Ich treffe Katrin Ahrenhold und Andreas Grosser wieder, die ich am Vortag beim RKC kennengelernt hatte, als sie dabei waren, ihren neu erworbenen Zweierkajak mit dem Namen „Ronja Räubertochter“ zu beschriften. Beide sind in Doppelmitgliedschaft sowohl beim RSV Braunschweig als auch beim Bootsclub Nordhorn zu Hause. Zum ersten Mal auf dem Rhein, brachte Katrin die Jungfernfahrt mit der „Räubertochter“ auf den Punkt: „Ein schneller Fluss und ein schnelles Boot, es ist alles bestens gelaufen.“ Ihr Partner Andreas war dagegen bereits zum 35. Mal auf dem Rhein dabei, langweilig wird ihm die Tour aber deswegen noch lange nicht: „Wind, Wellen, die Wolken – es ist immer wieder anders. Auch diesmal war es wieder super.“

Unterm Strich zeigte sich auch NRW-Wanderwart Marc Huse zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung: „Angesichts meiner ersten Rhein-Rallye als Organisator hatte ich meine Erwartungen bewusst nicht allzu hoch angesetzt. Dafür fand ich es recht gut, so wie es gelaufen ist. Es hatten alle Spaß, es herrschte eine gute Stimmung und damit ist meines Erachtens der Sinn der Rallye erfüllt. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dem ganzen Orgateam, dem RKC, der ein super Gastgeber war, den Vereinen an den Kontrollstationen mit ihrer wertvollen Hilfe bis hin zu den Kräften der Wasserschutzpolizei und der DLRG, ohne deren Mitwirken die Rallye nicht stattfinden könnte.“ Positives Feedback gab’s auch von Teilnehmern der Rallye. Schon wenige Stunden nach der Veranstaltung trudelten auf den Social-Media-Kanälen begeisterte Stimmen und Dankesworte für die Organisatoren ein.

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Festhalten will der NRW-Wanderwart bei den kommenden Rallyes auf jeden Fall an einem Vortag mit Rahmenprogramm. Und das – so kann er sich vorstellen – wäre durchaus noch ausbaufähig.

Text: Hans-Peter Wagner / Fotos: Hans-Peter Wagner, Frank Schröer

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